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Champions-League-Finale: Fassungslos

Champions-League-Finale

Fassungslos

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    Andreas Rettig
    Andreas Rettig

    FC Bayern gegen Chelsea London: Das Champions-League-Finale in München stellte am Wochenende fast alles in den Schatten und bewegte die Öffentlichkeit. Die Engländer sorgten mit ihrem Sieg im Elfmeterschießen für eine große Überraschung. Wir fragten einige Experten nach ihrer Meinung zu diesem Endspiel (Berichterstattung auf Seite 3 und im überregionalen Sport).

    Manfred Paula, Manager des FC Augsburg: „Es war fast schon tragisch, wie dieses Finale für den FC Bayern endete. Chelsea setzte sich mit seiner defensiven Ausrichtung nicht nur im Halbfinale gegen den FC Barcelona, sondern nun auch im Endspiel durch. Warum diese beiden Teams kein Rezept gegen die Engländer fanden, darüber zerbrechen sich jetzt die Experten weltweit die Köpfe. Sicher ist, dass die Bayern zu viele glasklare Chancen liegen ließen.“

    Andreas Rettig, Ex-Manager des FC Augsburg: „Das war für den FC Bayern sehr, sehr bitter. Denn die Mannschaft hat sehr gut gespielt. Ich war nicht im Stadion, sondern habe das Spiel am Bildschirm verfolgt. Eigentlich hätten die Münchner ja klar gewinnen müssen, doch dann hat Drogba bei seinem Ausgleichstreffer seine Klasse wieder gezeigt. Solch ein Tor ist bei der körperlichen Präsenz, die Drogba nun mal besitzt, nicht zu verteidigen. Am Ende tat mir der FC Bayern leid.“

    Armin Klughammer, Fußballfunktionär: „Ich saß unmittelbar neben dem Bayern-Fanblock. Bei einem Fußballspiel habe ich noch nie nach einer Niederlage in so viele enttäuschte und fassungslose Gesichter wie Samstagnacht geblickt.“

    Julia Schruff, Tennisspielerin: „Ich hätte Thomas Müller nicht ausgewechselt. Er hat gerade das Tor gemacht und stand richtig unter Feuer. Da frage ich mich als Außenstehender, warum er ausgewechselt werden musste. Es war natürlich eine bittere Niederlage. Ich kann das schon ein wenig nachvollziehen, weil ich auch schon bittere Momente in meiner Karriere erlebt habe. Ich denke aber, dass man dies als Mannschaft einfacher verkraftet, weil man dies in der Gemeinschaft verarbeiten kann.“

    Herbert Vornehm, Handballtrainer des TSV Haunstetten: „Später Führungstreffer, Elfmeter in der Verlängerung und den ersten Elfer im Strafstoßschießen gehalten. Die Bayern hatten in diesem Finale gleich drei Matchbälle und konnten diese nicht nutzen. Ich bin jetzt wegen der Niederlage zwar nicht todtraurig, doch ein Sieg des FC Bayern hätte mich schon gefreut.“

    Claudia Bär, Kanutin und Augsburger Sportlerin des Jahres: „Ich bin zwar nicht der ganz große Fußballfan, doch dieses Top-Ereignis habe ich mir natürlich angesehen. Dass die Bayern verloren haben, fand ich echt schade, denn sie waren in diesem Spiel klar die bessere Mannschaft.“ (oll/ötz)

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