„Wir müssen ertragen, was wir nicht begreifen können“, sagte Pfarrer Martin Kreiser bei der Trauerfeier auf dem Waldfriedhof in Memmingen. „Das trifft uns alle ins Innerste“, betonte der Memminger CSU-Ehrenvorsitzende Josef Miller. Die Nachricht vom plötzlichen Tod des Parteifreundes habe sprachlos, fassungslos und hilflos gemacht. Hering habe hohe Ansprüche an sich selbst gestellt, so der Landtagsabgeordnete weiter. „Nicht Individualismus und Eigennutz waren für ihn das Maß aller Dinge. Er hat sich für das Gemeinwohl entschieden“, betonte Miller.
Auch Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger erinnerte daran, dass sich Hering ehrenamtlich stark engagierte. So gehörte der nun Verstorbene sechs Jahre lang dem Memminger Stadtrat an. „Er wurde unbarmherzig aus dem Leben gerissen“, so Holzinger. „Die Nachricht traf uns mit voller Wucht.“
Als Herings Arbeitgeber betonte Christoph Melzer von der Firma Automata in Mering, dass sich der Ingenieur durch großen Ehrgeiz und eine gewissenhafte und offene Art ausgezeichnet habe. Freunde von Hering schilderten, dass sie ihn als einen optimistischen Menschen erlebt hätten, der mit einem Satz immer wieder Mut gemacht habe: „Das kriegen wir schon hin.“ hku