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Immunschwäche-Krankheit: Aids - Heilung in wenigen Jahren?

Immunschwäche-Krankheit

Aids - Heilung in wenigen Jahren?

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    Vor 30 Jahren wurden in den USA die ersten Aids-Faelle identifiziert, am 1. Dezember 1981 wurde die Immunschwaeche offiziell als Krankheit anerkannt.
    Vor 30 Jahren wurden in den USA die ersten Aids-Faelle identifiziert, am 1. Dezember 1981 wurde die Immunschwaeche offiziell als Krankheit anerkannt. Foto: Bullit Marquez

    München Aids-Experten sehen neue Ansätze für eine Heilung der Immunschwäche-Krankheit. „Die Heilungsforschung hat in den letzten zwölf Monaten mehr Fortschritte gemacht als je zuvor“, sagte der Münchner Internist und Leiter der 14. Münchner Aids- und Hepatitis-Tage, Hans Jäger. „Ich glaube, dass ein realistischer Zeitraum, in dem wir heilen können, fünf Jahre sind.“

    Immunschwäche-Krankheit Aids

    An einen baldigen Durchbruch zu einer Impfung glaubt der Arzt hingegen nicht. „Schutzimpfungen haben wir nicht und werden sie auch in den nächsten Jahren nicht bekommen.“

    1500 Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen, Juristen und Pflegekräfte diskutierten von Freitag bis Sonntag bei den Aids- und Hepatitis-Tagen in Unterschleißheim bei München über neue Entwicklungen ihres Faches. Eine Heilung über eine Knochenmarktransplantation sei zwar an der Berliner Charité vor drei Jahren bei einem Patienten gelungen, diese Methode sei allerdings zu komplex, um sie auf alle Patienten anzuwenden, sagte Jäger.

    Heilung von Aids in wenigen Jahren?

    Hoffnungen setzten die Forscher vielmehr auf eine gerade bei einem Kongress in Seattle vorgestellte Methode. Mit dem Krebs-Wirkstoff „Vorinostat“ sei es gelungen, an die versteckt infizierten Zellen heranzukommen, in denen das Virus bisher trotz Therapie weiter schlummert. Während mit bisherigen Aids-Medikamenten die Viren in anderen Zellen gut abgetötet werden könnten, überlebten sie bisher in diesen Zellen. „Dieses Medikament hat es geschafft, aus latent infizierten Zellen Viren freizusetzen, die dann von den bekannten Medikamenten erreicht und vernichtet werden können.“

    Aids: Medikamente können Viruslast schon jetzt niedrig halten

    Schon jetzt könnten die Medikamente die Viruslast im Blut wenigstens so niedrig halten, dass keine Ansteckungsgefahr mehr bestehe. Das sei gerade bei Paaren wichtig, bei denen ein Partner infiziert sei. Damit können nach Angaben des Experten nicht nur die Betroffenen ein weitgehend normales Leben führen, sondern die Ansteckungsgefahr durch sie gehe zudem gegen null. (dpa)

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