Wer in diesen Tagen an einem beliebigen Abend durch die Günzburger Innenstadt läuft, der sieht, was Legoland ausgelöst und verändert hat. An jeder Ecke Familien in Urlaubsstimmung, lachende Kinder, neugierige Touristen, die sich nicht nur für Restaurants und Eisdielen interessieren, sondern auch für Kultur und Geschichte.
Selbst wenn diese positive Grundstimmung nicht in jedem Ort Schwabens ankommt und ein Großteil der Gäste auf Zeit im Legoland Deutschland außer dem Park und der Autobahn nicht viel von der Region sieht, so hat der Klötzchenpark doch eine unglaubliche Strahlkraft entwickelt. Besucher aus nah und fern berichten verdutzten Schwaben, wie schön doch der Urlaub bei ihnen gewesen sei, und kommen immer wieder gerne hierher zurück. Sie erinnern sich an die Vorzüge und die Schönheit, die die Region zu bieten hat. Allein das zeigt, dass Günzburg und Umgebung mit der Ansiedlung des Freizeitparks vor zehn Jahren das große Los gezogen haben.
Legoland ist ein Tourismusmagnet, aber kein Wohltäter. Die smarten Dänen sind knallharte Geschäftsleute, genauso wie die Vertreter des Eigentümers Merlin. Sie wollen Wachstum und positive Zahlen. Die Region hat es selbst in der Hand, weiter vom Flaggschiff Legoland zu profitieren. Eine Entwicklung, die längst nicht zu Ende ist. Denn weder ist der Landkreis Günzburg Kinder- und Familienregion, noch haben alle potenziellen Nutznießer die Chance, die der Erlebnispark bietet, erkannt.
"Lesen Sie dazu auch den Artikel „Leuchtturm Legoland“