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Kirche: Beichte auf Rädern: neues Beichtmobil auf Deutschlands Straßen

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Beichte auf Rädern: neues Beichtmobil auf Deutschlands Straßen

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    Am Dienstag hat Pater Hermann-Josef Hubka das neue Beichtmobil auf dem Münchner Marienplatz eingeweiht. Das Beichtmobil bietet Passanten Gelegenheit zum spontanen Gespräch.
    Am Dienstag hat Pater Hermann-Josef Hubka das neue Beichtmobil auf dem Münchner Marienplatz eingeweiht. Das Beichtmobil bietet Passanten Gelegenheit zum spontanen Gespräch. Foto: Inga Kjer (dpa)

    Seit fast zehn Jahren fährt Pater Hermann-Josef Hubka mit seinem "Beichtmobil", einem mobilen Beichtstuhl, durch Deutschlands Gemeinden und hört Gläubigen und Ratsuchenden zu. Jetzt hat er ein neues Fahrzeug. Am Dienstag weihte der 55 Jahre alte Geistliche in München das moderne Beichtmobil - ein VW-Bus mit ausstellbarem Dach - ein. Halter ist das Hilfswerk "Kirche in Not".

    Neues Beichtmobil: Seit fast zehn Jahren Gelegenheit zur spontanen Beichte

    Auf Anfrage von Pfarreien und Organisationen fährt Hubka mit dem Beichtmobil in Städte und Gemeinden und bietet Passanten Gelegenheit zum spontanen Gespräch. Damit erreiche er vor allem Menschen, die schon seit 20 oder 30 Jahren nicht mehr in der Kirche beichten waren, aber über ihre Eheprobleme oder andere Sorgen sprechen wollten, sagte Hubka. Manche hätten ein schlechtes Gewissen, weil sie Fahrerflucht begangen oder jemanden beleidigt haben. Ältere Leute erzählten auch von Kriegserinnerungen, die sie bis heute beschäftigen.

    Beichtgeheimnis gilt auch im Beichtmobil - trotz lockerer Atmosphäre

    Seit 2004 hat der Pater rund 120.000 Kilometer mit dem ersten Beichtmobil zurückgelegt. Nun wurde es Zeit für ein neues Gefährt. Im Inneren des Wagens steht ein kleiner Tisch. Darauf: Eine Bibel, ein Kreuz und eine brennende Kerze. Die Menschen tasten sich meist langsam heran, meint Pater Hubka. "Sie schauen, witzeln ein bisschen, reden mit mir über das Auto - und schon ist man mitten in ein Gespräch vertieft."

    Das Gespräch im Beichtmobil dauere in der Regel länger als eines im Beichtstuhl - und müsse nicht im strengen Sinne eine Beichte sein. Aber das Beichtgeheimnis gelte hier wie im Beichtstuhl, versichert Hubka: "Es wird nichts weitererzählt."  dpa/AZ

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