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Olympische Spiele in London: Bub aus Bayern trägt olympisches Feuer

Olympische Spiele in London

Bub aus Bayern trägt olympisches Feuer

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    Die Schüler Yara Göth (links), Rektor Claus Dieter Reiff, Lena Knüttel und Gabriel Inci (rechts) stehen vor ihrer Schule in Großostheim. Am Donnerstag gehören sie beim olympischen Fackellauf zu den ersten Läufern. Gabriel Inci wird die Fakel tragen.
    Die Schüler Yara Göth (links), Rektor Claus Dieter Reiff, Lena Knüttel und Gabriel Inci (rechts) stehen vor ihrer Schule in Großostheim. Am Donnerstag gehören sie beim olympischen Fackellauf zu den ersten Läufern. Gabriel Inci wird die Fakel tragen. Foto: Bernd Hilla

    Die Strecke ist kurz, nur wenig hundert Meter lang. Für Gabriel Inci ist es trotzdem eine besondere Ehre, dass der heute nach der Entzündung in Griechenland das olympische Feuer tragen darf: "Das ist ein einmaliges Erlebnis. Das kann man auf jeden Fall mal seinen Kindern erzählen." Wenn er seine Teilstrecke absolviert hat, steht der Jugendliche in einer Reihe mit Boxer Muhammad Ali, dem finnischen Ausnahmeläufer Paavo Nurmi und Arnold Schwarzenegger.

    Gabriel ist schon am Montag aus seiner Heimatstadt Großostheim (Landkreis Aschaffenburg) nach Griechenland geflogen. Zusammen mit seinen Mitschülerinnen Yara Göth und Lena Knüttel, die ihn bei seinem Lauf begleiten. Alle drei Jugendlichen sind Schülersprecher an der Mittelschule Großostheim.

    In Griechenland sind sie die einzigen Läufer aus Deutschland

    Ihr tragende Rolle beim Fackellauf haben sie der Städtepartnerschaft zwischen Großostheim und der griechischen Stadt Olympia zu verdanken. Seit 2001 besteht diese Verbindung. Vor acht Jahren lief erstmals eine Schülerin aus Unterfranken in dem antiken Ort mit. "Wir sind hier in Olympia die einzigen aus Deutschland. Und wir sind auch ganz stolz drauf", sagt der 1. Bürgermeister Hans Klug (CSU) im Vorfeld des historischen Sportereingisses.

    Die olympische Flamme wird traditionell in Olympia vor dem Hera-Tempel mit einem die Sonnenstrahlen bündelnden Hohlspiegel entzündet. Dieses Jahr ist der griechische Schwimmer Spyros Gianniotis der erste Fackelträger. Von der antiken Stätte auf der griechischen Halbinsel Peloponnes aus wird das Feuer schließlich nach Athen getragen, wo die Flamme die britische Delegation die Flamme übernimmt. Von Mitte Mai an wird sie 70 Tage lang durch Großbritannien wandern, bevor sie am 27. Juli London und damit den Austragungsort der diesjährigen olympischen Sommerspiele erreicht.

    Fackellauf stand auf dem Spiel

    Den Fackellauf gibt es seit 1936. Seitdem wird das Feuer von Olympia zur Eröffnungsfeier getragen. Wie dort dann die Olympische Flamme entzündet wird, ist meist ein gut gehütetes Geheimnis. Das Feuer brennt während der gesamten Dauer der Spiele.

    Dieses Jahr stand der Fackellauf allerdings auf dem Spiel. Durch die Finanzkrise musste der griechische Staat die Fördermittel für Sportveranstaltungen kürzen. Sponsoren und reiche Privatleute mussten einspringen, damit die symbolische Staffel in Griechenland überhaupt stattfinden kann.

    Gabriel hat sich auf seinen Auftritt nicht vorbereitet

    Unter den rund 8000 Fackelträgern auf der Insel werden nach Angaben des Organisationsteams viele Kinder sein. Die meisten wurden wie Gabriel und seine Mitschülerinnen von anderen vorgeschlagen. Die Schülersprecher waren nach der Anfrage des Bürgermeisters bei der Mittelschule für den Schulleiter eine klare Entscheidung: "Die drei sind als Sprecher einfach exzellent und mehr als geeignet dafür", sagte Direktor Claus Dieter Reiff am Mittwoch. Der 14-jährige Gabriel Inci konnte sein Glück im ersten Moment gar nicht fassen: "Mittlerweile bin ich aber wirklich aufgeregt."

    Auf seinen großen Auftritt hat sich der Achtklässler trotzdem nicht akribisch vorbereitet. "400 Meter laufen - das werde ich auch ohne hartes Training schaffen", sagt der Schüler und lacht. "Ich werde auf jeden Fall langsam laufen, damit ich es mehr genießen kann." AZ/dpa

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