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Wählergunst: CSU rutscht in Umfrage ab - Brunner will Gattin-Lohn zurückzahlen

Wählergunst

CSU rutscht in Umfrage ab - Brunner will Gattin-Lohn zurückzahlen

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    Unschöne Schlagzeilen für die CSU derzeit.
    Unschöne Schlagzeilen für die CSU derzeit. Foto: Peter Kneffel/Archiv (dpa)

    Offenbar scheint sich die Familien-Affäre in der CSU und auch der Fall Uli Hoeneß auf die Wählergunst auszuwirken. Die CSU/CDU hat im wöchentlichen Sonntagstrend des Emnid-Instituts  für die "Bild am Sonntag" drei Prozentpunkte  verloren. Damit kommt die Union in der Umfrage auf 37 Prozent. Für die CDU/CSU bedeutet dies der schlechteste Wert seit über  einem halben Jahr - zuletzt war  sie im Oktober 2012 auf diesem  Stand.

    Einbruch bei CDU/CSU

    Emnid befragte Ende April insgesamt 2282 Personen. Vom Einbruch der Union profitiert die SPD allerdings nicht. Die Sozialdemokraten verharren bei 27 Prozent. Jeweils einen Punkt hinzugewinnen können die FDP  (fünf Prozent), die Grünen (15 Prozent) und die Piraten (vier  Prozent). Unverändert sind die Werte der Linkspartei mit sieben  Prozent. Die Sonstigen landen bei fünf Prozent - davon gehen zwei  Prozent an die "Alternative für Deutschland" (AfD).

    Minister Brunner will Geld zurückzahlen

    In der bayerischen Gehälteraffäre will  nun auch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) an seine Ehefrau gezahlten Lohn zurückzahlen. Er werde 13.500 Euro, die  seine Frau aus Steuermitteln seit 2008 erhalten habe, einer  wohltätigen Organisation zur Verfügung stellen, sagte Brunner am Wochenende. Die bayerische FDP prangerte die "selbstherrliche  Selbstbedienungsmentalität" von CSU und Oppositionsabgeordneten im  Freistaat an.

    Brunner räumte ein, dass es neben dem Beschäftigungsverhältnis mit  seiner Frau zwei weitere Anstellungsverhältnisse auf Minijob-Basis  gegeben habe. Er habe von 1999 bis Ende 2008 seine Schwester und  von 1999 bis Ende 2002 eine Nichte beschäftigt, sagte er der  "Passauer Neuen Presse" vom Samstag.

    Seehofer: Rückzahlung der Gehälter empfohlen

    Horst Seehofer (CSU) hatte am  Freitagabend den wegen Beschäftigung von Verwandten in der Kritik  stehenden Kabinettsmitgliedern die Rückzahlung der Gehälter  empfohlen. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hatte zuvor bereits  angekündigt, 34.000 Euro zurückzahlen zu wollen.

    Zwei CSU-Minister und drei Staatssekretäre in Seehofers Kabinett  hatten Verwandte ersten Grades beschäftigt. Justizministerin Beate  Merk (CSU) hatte mit ihrer Schwester zwischen 2010 und 2013  zeitweise eine Verwandte zweiten Grades beschäftigt. Wie ein  Sprecher des bayerischen Justizministeriums am Wochenende der  Nachrichtenagentur AFP sagte, zahlte Merk bereits am Freitag die  vollständige Summe an den Landtag zurück.

    Das ist Georg Schmid

    Georg Schmid ist ein CSU-Politiker aus Donauwörth. Er war zuletzt Fraktionsvorsitzender der CSU im Bayerischen Landtag.

    Georg Schmid ist katholisch, verheiratet und hat zwei Kinder.

    Geboren wurde er am 20. April 1953 in Donauwörth.

    Das Abitur machte er 1972 in Donauwörth. Danach studierte er Rechtswissenschaften.

    1979 ging er als Jurist zum Landratsamt Dillingen.

    1982 wurde er Vorsitzender der Jungen Union in Donauwörth.

    1987 wurde Schmid Vorsitzender der CSU Donauwörth und 1989 Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Donau-Ries.

    1990 wurde der Unions-Politiker er in den Bayerischen Landtag gewählt.

    1999 wurde Schmid zum Staatssekretär im Bayerischen Sozialministerium berufen.

    Im Jahr 2003 wechselte er als Staatssekretär ins Bayerische Innenministerium.

    2007 wurde er CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag.

    Am 25. April 2013 trat Schmid vom Amt des Fraktionsvorsitzenden zurück, nachdem er wegen der Beschäftigung seiner Ehefrau auf Kosten der Steuerzahler unter Druck geraten war.

    Im März 2015 stand Schmid wegen der Verwandtenaffäre vor dem Augsburger Amtsgericht.

    Am 18. März 2015 verurteilte ihn das Gericht zu einem Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung wegen Sozialbetrugs und Steuerhinterziehung. Er hatte seine Ehefrau fast 22 Jahre lang als Scheinselbstständige in seinem Donauwörther Abgeordnetenbüro beschäftigt.

    In Bayern ist es Abgeordneten seit dem Jahr 2000 verboten,  Ehepartner und Kinder mit Steuergeld zu beschäftigen. Viele  Abgeordnete aller damaligen Landtagsparteien machten seither aber  von einer damals vereinbarten Altfallregelung Gebrauch.

    Eine am Freitag veröffentlichte Liste ergab, dass 79 Parlamentarier  die umstrittene Altfallregelung genutzt und Verwandte beschäftigt  hatten. Darunter sind 56 Abgeordnete der CSU, 21 von der SPD, eine  von den Grünen und ein zuletzt fraktionsloser ehemaliger Grüner.  FDP-Abgeordnete waren nicht betroffen. dpa/afp/AZ

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