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Ernteausfälle wegen Trockenheit: Der Countdown läuft: 14 Tage Zeit für Regen

Ernteausfälle wegen Trockenheit

Der Countdown läuft: 14 Tage Zeit für Regen

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    So niederschlagsreich der Winter war, so trocken verlief der Start in den Frühling. Den Bauern drohen Verluste. dpa
    So niederschlagsreich der Winter war, so trocken verlief der Start in den Frühling. Den Bauern drohen Verluste. dpa

    Viele Landwirte in Bayern befürchten wegen der großen Trockenheit eine schlechte Ernte in diesem Jahr. Im April sei nur ein Drittel der sonst üblichen Niederschläge gefallen. Besonders bei Raps sei es dadurch zu Schäden gekommen, sagt Gerhard Hallek vom Bezirksverband Schwaben des Bauernverbandes auf Nachfrage von AZ-Online. Da der Raps derzeit in der Blütephase sei und viel Wasser brauche, sei mit einer schlechteren Ernte zu rechnen: "Das was jetzt fehlt, ist vielleicht nicht mehr einzuholen", so Hallek.

    Auch bei Winterweizen und Wintergerste stellen sich die Bauern auf Ernteausfälle ein. Den Mais hat es gleich doppelt getroffen: Das Wasser im Boden reichte zwar gerade noch, dass die Nutzpflanze keimen konnte. Jetzt fehlt aber weiteres Wasser für das Wachstum. Der Frost der letzten Nächte hat sein Übriges getan: "Wir haben eventuell in manchen Gegenden Frostschäden am Mais", sagt Hallek.

    Viel tun könne man nicht, um die drohende Misere abzuwenden. So richtet sich der hoffnungsvolle Blick nach oben: "Wir brauchen binnen 14 Tagen dringend ausreichend Niederschläge", sagt Hallek. Der Regen vom Dienstag dieser und vergangener Woche sei lediglich ein "Tropfen auf den heißen Stein" gewesen.

    Von einer Katastrophe will Gerhard Hallek vom schwäbischen Bauernverband noch nicht sprechen. Der Countdown aber läuft. Länger als 14 Tage sollte der Regen nicht auf sich warten lassen.

    Bis zu 30 Grad am Wochenende

    Ein Ende der Trockenheit ist auch in den kommenden Tagen nicht in Sicht. Im Gegenteil, es wird sogar richtig heiß. Bis Anfang der kommenden Woche sorgt Hoch "Uta" nämlich für sonniges Wetter. Die Temperaturen könnten am Sonntag im Westen vielleicht sogar auf 30 Grad klettern, berichtete der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Donnerstag.

    Tief "Norbert", das derzeit bereits über dem Nordatlantik lauert, wird die standfeste "Uta" erst zum Dienstag bedrängen. "Leider wird wohl auch dieses Tief nicht wesentlich zur Entspannung der Trockenheit beitragen", sagte Dorothea Paetzold vom DWD. "Dazu sind die Regenmengen, die einzelne Schauer oder Gewitter liefern werden, zu gering und vor allem zu lokal begrenzt."

    Waldbrandgefahr weiter hoch

    Durch die anhaltende Trockenheit bleibt die Waldbrandgefahr hoch. Davon ist der Süden allerdings weniger betroffen. Die höchsten Warnstufen (5) werden für den Nordosten Deutschlands herausgegeben. Aber auch in Bayern steigt die Warnstufe für kommende Woche laut DWD teils auf die zweithöchste Stufe (4) an. (mit dpa)

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