Samstag, 25. Mai 2013

02. März 2012 11:57 Uhr

München-Schwabing

Diebstahl und Drogen: Wilde Verfolgungsfahrt mit Roller

Ein Roller-Fahrer wollte die Polizei abhängen: Nach der Verfolgungjagd durch München-Schwabing erwartet den Studenten nun eine ganze Reihe an Ermittlungen.

Am Donnerstag (1. März) wollten zwei Zivilbeamte der Münchner Verkehrspolizei gegen 14.30 Uhr auf der Leopoldstraße den Fahrer eines Piaggio-Rollers kontrollieren - das Versicherungskennzeichen war am Vortag abgelaufen. Als der Rollerfahrer bemerkte, dass die Polizei ihn stoppen wollte, gab er laut Polizeibericht richtig Gas.

Waghalsige Manöver in Schwabing

Auf seiner Flucht raste er kreuz und quer durch Schwabing, vollführte waghalsige Manöver über Gehwege und fuhr in der Giselastraße entgegen der Einbahnrichtung. Da sich die Polizeibeamten nicht abschütteln ließen, wollte der Rollerfahrer schließlich in der Parkanlage an der Biedersteiner Straße sein Glück versuchen. Bei einer erneuten Wende kam er zu Sturz und konnte daraufhin durch die Beamten festgenommen werden.

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Als Grund für die Flucht gab der 27-jährige Student aus München an, dass er keine Fahrerlaubnis mehr besitzt. Diese war ihm im Jahr 2010 wegen einer Alkoholfahrt entzogen worden. Wie sich herausstellte, hat er noch mehr auf dem Kerbholz: Die Beamten stellten fest, dass das abgelaufene Versicherungskennzeichen im August letzten Jahres von einem anderen Motorroller gestohlen worden war. Da der Motorroller laut Polizei noch viel schneller gefahren wurde, als es eigentlich erlaubt ist, wird außerdem noch ein technisches Gutachten in Auftrag gegeben. Weil die Beamten Anzeichen für Drogenmissbrauch bei dem 27-Jährigen vermuteten, wurde eine Blutentnahme angeordnet.

Gegen den Studenten wird nun wegen Diebstahls des Versicherungskennzeichens, Kennzeichenmissbrauchs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Versicherungsschutz, Fahren unter Drogeneinwirkung und mehrerer Verkehrsordnungswidrigkeiten ermittelt. AZ

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Schlagworte

Drogen | München | Verfolgungsjagd