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Mädchenmord in Krailling: Ehefrau von mutmaßlichem Doppelmörder geschieden

Mädchenmord in Krailling

Ehefrau von mutmaßlichem Doppelmörder geschieden

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    Polizisten stehen in Krailling vor dem Haus, in dem die toten Mädchen gefunden wurden. (Archivbild) dpa
    Polizisten stehen in Krailling vor dem Haus, in dem die toten Mädchen gefunden wurden. (Archivbild) dpa

    Ursula S., die Frau des mutmaßlichen Mörders von Krailling, hat sich von ihrem Mann geschieden. Die Scheidung soll am vergangenen Freitag vollzogen worden sein, wie die Bild-Zeitung berichtet. Vor vier Monaten soll Thomas S. die Geschwister Sharon und Chiara aus Krailling (Bayern) brutal ermordet haben. Die beiden Mädchen sind die Kinder von der Schwester seiner Ex-Frau.

    Von der Schuld ihres Ex-Mannes ist Ursula S. überzeugt. Die Scheidung hat sie laut Bild am Sonntag mit ihren vier Kindern bei einer Freundin gefeiert. "Ich kann von meiner Wut, Hilflosigkeit, Trauer und Betroffenheit endlich loslassen. Für meine Kinder und mich schaffe ich eine Distanz zwischen diesem unverantwortlichen Menschen, der zwei Familien ins Unglück gestürzt hat", sagte sie im Interview mit der Zeitung.

    Ihre Kinder würden den Vater nicht vermissen, glaubt S.. Im Gefängnis wollten sie ihn nicht besuchen. "Als ich meinen Kindern erzählte, dass ich von ihrem Vater geschieden bin, umarmten sie mich", sagte Ursula S. gegenüber der BamS.

    Zu ihrer Schwester habe die 44-Jährige seit der schrecklichen Tat keinen Kontakt. "Ich glaube, die große Trauer in ihrer Seele braucht lange, um zu heilen", sagte sie in dem Interview mit der Boulevardzeitung. Trotzdem glaube sie an eine Aussöhnung mit ihrer Schwester.

    Bei Chiara und Sharon, die auf grausame Art in der Wohnung in Krailling ermordet worden waren, handelt es sich um die Nichten von Ursula S. Die beiden Mädchen waren die Kinder ihrer Schwester. Der Onkel selbst schweigt nach wie vor zu den Vorwürfen und verweigert eine Aussage.

    Die DNA-Spuren des Tatverdächtigen sollen nach Angaben der Polizei am Tatort, an den Leichen, einem Messer und an einer Hantelstange gesichert worden sein. Die Hantelstange wurde vermutlich als Tatwerkzeug benutzt. Die Ermittlungen hätten zudem ergeben, dass ein bei der Tat verwendetes Seil von dem Onkel stammt.

    Die personell bereits reduzierte Sonderkommission wurde Ende Mai aufgelöst. Die Ermittlungsarbeit wird nun im Rahmen der normalen Arbeit der Mordkommission weitergeführt, wie ein Sprecher sagte. Bislang waren 215 Hinweise zu dem Fall eingegangen.

    Der Prozess vor dem Landgericht München II könnte im November beginnen. AZ

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