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Kuh Yvonne: Gut Aiderbichl setzt auf Stier Ernst

Kuh Yvonne

Gut Aiderbichl setzt auf Stier Ernst

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    "Yvonne" läuft seit mehreren Wochen frei herum.
    "Yvonne" läuft seit mehreren Wochen frei herum. Foto: dpa

    Während das Landratsamt Mühldorf vorerst nicht mehr nach der in Bayern entlaufenen Kuh Yvonne suchen will, gibt der Tiergnadenhof Aiderbichl nicht auf. Jetzt soll Stier Ernst soll das scheue Tier aus dem Wald locken. Der Galloway-Stier aus Deggendorf habe schwarze Locken und sei ein "ganz schöner", sagte Hans Wintersteller, Salzburger Gutsverwalter von Gut Aiderbichl, am Montag. Allerdings soll der Stier Yvonne weniger mit seinen Reizen anlocken als ihren Herdentrieb anregen. "Ich glaube, es ist egal, ob das ein Männchen oder ein Weibchen ist", räumt Wintersteller ein. Wichtig sei, "dass sie den Kontakt findet mit anderen Rindern".

    Der Rummel um die ausgebüxte Kuh trifft derweil nicht überall auf Verständnis. Zuletzt hatten Dutzende Freiwillige im Landkreis Mühldorf am Inn mit Helfern des Gnadenhofes nach dem scheuen Rind im Wald gesucht. Zuvor war es einmal ein Dackel, der die Kuh aufstöbern sollte, mal suchten Helfer mit Pferden, Jeep und Quad nach dem Tier.

    Das Landratsamt Mühldorf will jetzt keine groß angelegten Aktionen mehr. "In meinen Augen bräuchte man nichts anderes als Ruhe da draußen", sagte Sicherheitsexperte Erich Kozel. Eine Futterfalle, die Gut Aiderbichl vergangene Woche im Wald aufgebaut hatte, reiche völlig aus. "Ich finde es an der Zeit, dass die Aktionen zurückgefahren werden."

    Kozel hatte vor gut einer Woche den Abschuss der Kuh aus Sicherheitsgründen erlaubt, nachdem sie vor ein Polizeiauto gerannt war. Er schließe nicht aus, dass Yvonne bereits damals durch die Einfangversuche von Gut Aiderbichl aufgeschreckt worden sei. Derzeit laufe sie aber nicht auf die Straße, so dass sie nicht getötet werden müsse. "Die Kuh steht gut da draußen. Wenn sie zur Ruhe kommt, soll man das Einfangen weiter probieren."

    Wintersteller will für Yvonne jetzt ein trockenes Lager aus Stroh mit Zeltdach bauen, wo sie sich erholen kann. Dort soll sie auch frisches Wasser und Futter finden. In dem Lager solle Yvonne nicht gefangen werden. "Ich möchte, dass sie erst mal Vertrauen gewinnt."

    Zugleich steht weiter die Futterfalle in einem anderen Waldstück. Sobald Yvonne dort Heu oder Silage frisst, schließt sich ein Bügel und hält sie fest. Bleibt abzuwarten, welche der beiden Futterstellen sich das Tier aussucht, das Wintersteller immer als "blitzgescheit" bezeichnet hat. dpa

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