Nach einem schweren Gewitter mit Hagel, Sturm und Starkregen sind zahlreiche Keller im Unterallgäu mit Wasser voll gelaufen. Straßen wurden überflutet, und etliche Bäume knickten um. Wie die Polizei am Sonntagabend in Kempten mitteilte, fuhren Polizei und Feuerwehr nach ersten Schätzungen rund 150 Einsätze nahe Memmingen. Der Hagel habe Maisfelder verwüstet, Bäume seien auf Straßen gestürzt. An Häusern seien hohe Schäden entstanden. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Unwetter mit starkem Wind und Hagel mit Korngrößen um einen Zentimeter in Schwaben und Franken gewarnt. Die teils schweren Gewitter sollten in der Nacht zum Montag nach Osten abziehen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Feuerwehren waren insbesondere in den Bereichen Hawangen, Wolfertschwenden und Bad Grönenbach im Einsatz.
Darüber hinaus ist auch der Verkehr auf den Autobahnen stark behindert, wie uns Autofahrer telefonisch mitteilen. Die A 96 zwischen Memmingen und Mindelheim in der Gegend um Holzgünz sei bis zu 30 Zentimetern hoch mit Hagelkörnern überflutet, sodass dort zahlreiche Autos fest stecken. Wie gemeldet wird, setzt die Autobahnmeisterei sogar Schneepflüge ein, um die Fahrbahnen wieder frei zu räumen. Auf der A 7 ist der Verkehr zwischen Bad Grönenbach und Woringen durch herab gestürzte Äste beeinträchtigt. wis
(wis)