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01. September 2010 20:15 Uhr

Doppelter Abiturjahrgang

Hochschulen rechnen 2011 mit riesigem Ansturm

So etwas gab es in Bayern noch nie: Innerhalb weniger Wochen werden im kommenden Jahr rund 69.000 Abiturienten die Schule verlassen - doppelt so viele wie in normalen Jahren. Von Ursula Ernst

Abiturienten
Foto: dpa

So etwas gab es in Bayern noch nie und wird es nie wieder geben: Innerhalb weniger Wochen werden im kommenden Jahr rund 69.000 Abiturienten die Schule verlassen. Das sind doppelt so viele wie in anderen Jahren.

Im Frühsommer 2011 werden der letzte Jahrgang des alten neunjährigen und der erste des neuen achtjährigen Gymnasiums gleichzeitig fertig. Damit kommt auf die Hochschulen und die berufliche Ausbildung eine riesige Herausforderung zu.

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Doch sowohl Universitäten als auch Fachhochschulen seien dem Ansturm gewachsen, versicherte am Mittwoch Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP). Er versprach, dass kein junger Studienbewerber "vor der Tür stehen bleiben muss".

Bis zum Jahr 2011 würden 38.000 zusätzliche Studienplätze und 3000 zusätzliche Personalstellen an den Hochschulen geschaffen. Insgesamt, so rechnet Heubisch, werde der Freistaat bis 2013 eine Milliarde Euro für den personellen Ausbau der Hochschulen aufbringen.

Damit nicht alle Abiturienten gleichzeitig die Hochschulen stürmen, werden die Abiturprüfungen entzerrt. Der G-9-Jahrgang wird bereits um Ostern herum geprüft. Damit können die jungen Leute bereits im Sommersemester ihr Studium beginnen. Die G 8er sind dann rund sechs Wochen später an der Reihe.

Zwar könnten im Sommer nicht überall alle Studienfächer angeboten werden, bedauert Heubisch. Die "harten" Numerus-clausus-Fächer, die zentral vergeben werden wie Zahnmedizin oder Medizin, seien nicht dabei. Die Hochschulen hätten aber ihre Angebote deutlich erweitert. Weitere Details gibt es unter www.studieren-in-bayern.de.

Für G-9-Abiturienten soll es Sonderregelungen geben. Es soll keiner durchfallen. In der Praxis betreffe dies etwa ein Prozent eines Jahrganges, so Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Sie sollen die Prüfungen ein halbes Jahr später wiederholen können. Für alle, die ihr Studium nicht gleich beginnen können, bieten die Hochschulen im Sommersemester Vorkurse an, für die keine Gebühren erhoben werden und die nicht auf die Studienzeit angerechnet werden. Von Ursula Ernst

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