In der Nacht zum Samstag könnten die Temperaturen bei Aufklaren unter minus 20 Grad sinken. Und auch tagsüber bleiben die Werte im zweistelligen Minusbereich.
Der Wind-Chill-Effekt
Gefühlt ist es dann übrigens noch viel frischer. Das hängt mit dem sogenannten Wind-Chill-Effekt zusammen. Dabei fühlt sich die Luft kälter an, als sie tatsächlich ist. Zu erklären ist das eigentlich relativ leicht: Zwischen unserem Körper und der Umgebungsluft gibt es immer eine isolierende Luftschicht. Wird diese durch starken Wind praktisch weggeblasen, empfinden wir es kälter. Ein Zahlenbeispiel: Bei minus 15 Grad und einem Wind mit 20 Stundenkilometern (Windstärke 4) beträgt die gefühlte Temperatur etwa minus 24 Grad.
Vorsicht bei Eisflächen
Die Wasserwacht hat gestern eindringlich vor dem Betreten der Eisflächen auf Seen gewarnt. Dass die Gewässer nur vergleichsweise langsam zufrieren, hat zwei Gründe: Vor der jetzigen Frostperiode war es ungewöhnlich mild und die Wassertemperaturen sind daher noch relativ hoch. Zudem weht ein böiger Nordostwind. Dieser bewirkt eine Bewegung des Wassers, die wiederum ein Einfrieren verzögert. Zum Wochenende hin soll der Wind aber abflauen. Knackig kalt soll es auch nächste Woche sein. So lange werden wir mit dem Schlittschuhlaufen auf jeden Fall noch warten müssen.
Wirkung von Tausalz
Ab 15 Minusgraden wirkt normales Tausalz kaum mehr. „Die Wirkung geht dann gegen null“, sagt Klaus Holuk, beim Staatlichen Bauamt in Kempten für den Straßenbau-Betriebsdienst zuständig.
Wintersport bei Minusgraden
Besonders kalt soll es am Wochenende in den Bergen sein: In 2000 Metern am Samstag minus 25 Grad. Wintersportler finden dafür massenweise feinsten Pulverschnee vor, und phasenweise soll auch mal die Sonne scheinen. Also: Nur dick eingemummelt auf die Piste. Besonders Kinder müssen gegen die Kälte gut geschützt werden.