CSU und FDP planen einen Pakt gegen das Komasaufen. Im Gespräch ist auch ein nächtliches Straßenverkaufsverbot.

Die Opposition im Landtag fordert von der Staatsregierung schnelle Maßnahmen gegen den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. "Wir sollten nicht weiter reden, sondern endlich handeln", sagte Sabine Dittmar (SPD).
Die Opposition will die Suchtprävention und -beratung ausbauen. SPD und Freie Wähler machen sich zudem für ein nächtliches Alkohol-Verkaufsverbot und das Verbot von Flatrate-Partys stark.
Hans Jürgen Fahn (Freie Wähler) forderte die CSU-Fraktion auf, dem Vorstoß von Joachim Herrmann (CSU) zu folgen. Der Innenminister hatte, wie berichtet, ein nächtliches Straßenverkaufsverbot von branntweinhaltigen Getränken ins Gespräch gebracht und eine bessere rechtliche Grundlage für das Verbot von Flatrate-Partys gefordert.
Die Koalitionsfraktionen wollen erst bestehende Hilfsangebote bewerten und dann einen Präventionspakt ins Leben rufen. "Dass Handlungsbedarf besteht, ist unstrittig", sagte Markus Blume (CSU). FDP und Grüne wehrten sich gegen eine Dämonisierung der Jugendlichen. "Die Jugend von heute ist nicht schlechter als die Jugend von gestern", sagte Tobias Thalhammer (FDP). mg
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