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Leben und leben lassen

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    Leben und leben lassen

    Als vor gut 40 Jahren damit begonnen wurde, die Biber wieder in Bayern anzusiedeln, hatte kaum jemand damit gerechnet, dass sich die Tiere hier so wohl fühlen würden. Einst wurden ihre Reviere von Naturschützern sogar geheim gehalten, um „Biber-Touristen“ von ihnen fernzuhalten. Die Nager, so hieß es, seien scheu und dürften nicht gestört werden. Mittlerweile sind die pelzigen Gesellen an fast allen bayerischen Fließgewässern präsent – und bereiten nicht mehr nur Freude.

    Landwirte, Förster, Kraftwerksbetreiber, Fischer, Waldbesitzer sind mit allerlei Ärgerlichkeiten konfrontiert. Biber fällen Bäume, graben Röhren, fressen Zuckerrüben und setzen Wiesen unter Wasser. Bayern hat darauf mit der Einrichtung eines Bibermanagements reagiert, das sich um den Ausgleich der widerstreitenden Interessen bemüht. Das ist nicht immer einfach, funktioniert aber alles in allem ganz gut.

    Dass der Staat nicht für alle Schäden aufkommen kann, die von Bibern angerichtet werden, sollte aber auch klar sein. Der Versuch, hier eine Grenze einzuziehen, ist deshalb richtig. Und wenn alle mitmachen, läuft es so, wie’s in Bayern laufen soll: leben und leben lassen.

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