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11. Juni 2008 14:23 Uhr

Uni Augsburg

Mann finanziert Studium mit illegalen Hundebabys

Mit einem etwas anderen Nebenjob wollte ein Student der Uni Augsburg sein Soziologie-Studium finanzieren: Seit 2005 handelte der 32-Jährige mit illegal eingeführten und teilweise kranken Hundewelpen. Von Pitt Schurian

Labrador-Welpen

Königsbrunn (pit). Mit einem schwunghaften Handel mit Hundewelpen wollte ein 32-Jähriger sein Soziologie-Studium an der Uni Augsburg finanzieren.

Der in Königsbrunn wohnende Pole hat inzwischen aber ganz neue Sorgen. Die Polizeiinspektion Bobingen zeigte ihn an wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, wegen Betrugs und Steuerhinterziehung.

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Unter falschem Namen bot er in Internet-Anzeigen junge Hunde an. Überwiegend Boxerwelpen, aber auch Labrador-, Beagle- und Shitzuwelpen verkaufte er aus seiner kleinen Wohnung heraus.

Allerdings waren die Hundebabys teilweise unter acht Wochen alt und damit zu früh vom Muttertier getrennt worden. Und: Der Mann hatte sie als geimpft, entwurmt und gesund angepriesen, obwohl laut Polizei in Wirklichkeit nichts dergleichen an Vorbeugemaßnahmen durchgeführt war.

So bekam die Inspektion Bobingen erste Hinweise, als Tiere nach kurzer Zeit bei ihrem neuen Besitzer erkrankten. Einer der Käufer investierte beispielsweise bereits über 1200 Euro in tierärztliche Behandlungen.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Welpen von Bauern und Märkten aus Polen stammen und illegal ohne jegliche Papiere und Kennzeichnung eingeführt wurden.

Bis zur Abgabe an Kaufinteressenten hielt der Student die Hunde in seiner Kleinwohnung unter wohl nicht artgerechten Bedingungen.

Bereits bevor er vor einem Jahr nach Königsbrunn zog, handelte der zuvor in Nordrhein-Westfalen ansässige Mann seit Oktober 2005 mit Hunden und finanzierte damit seinen Lebensunterhalt.

Inzwischen räumte er gegenüber der Polizei den Verkauf von über 80 Welpen ein, was ihm hochgerechnet einen Umsatz von etwa 25.000 Euro beschert haben dürfte. Eine Gewerbeanmeldung oder Steuererklärung beim Finanzamt liegt nicht vor, was ihn nun nochmals mit dem Gesetz in Konflikt bringt. Die Ermittlungen gehen weiter.

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