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30. September 2009 19:10 Uhr

Nichtraucherschutz

Mitstreiter des Volksbegehrens machen mobil

Die Mitstreiter des Volksbegehrens "Für echten Nichtraucherschutz" machen in Bayern mobil. Das Bündnis setzt sich auf Parteiebene aus ÖDP, SPD und Grünen zusammen. Von Till Hofmann

Rathauslotsen für das Volksbegehren 300909

München - "Auch die Linke hat uns Unterstützung zugesagt, ohne direkt dem Bündnis beizutreten", erzählt Sebastian Frankenberger, stellvertretender Geschäftsführer des bayerischen ÖDP-Landesverbandes. Der 28-Jährige, im Hauptberuf Fremdenführer, koordiniert die Bemühungen, im Freistaat einen strengen Nichtraucherschutz in der Öffentlichkeit zu erreichen. Auch einige Mandatsträger der CSU hätten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, mitzumachen.

Ziel ist es, für jeden Landkreis und für jede kreisfreie Stadt in Bayern Aktionskreise zu installieren, die vor Ort auf das Anliegen aufmerksam machen. Frankenberger: "Wir wollen gezielt Gastronomen, Hoteliers, Apotheker und Ärzte ansprechen."

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Rund 500 Wirtshäuser haben sich nach Auskunft des ÖDP-Koordinators im "Gaststättenbündnis rauchfreie Gastronomie" zusammengeschlossen. Mit Bierdeckeln (Aufschrift: "Ein Prosit auf die klare Luft") und Servietten ("Die Nase isst auch mit") wollen die Wirte in den Kneipen auf ihr Anliegen hinweisen.

Auch der Gesundheitsbereich und der Sport mit dem Bayerischen Leichtathletikverband sind Teil des Bündnisses. Der "Wahlkampf" beginnt laut Frankenberger ab dem 1. November. Dann soll im Internet für jeden mit wenigen Klicks ersichtlich sein, wann sein Rathaus zwischen dem 19. November und 2. Dezember geöffnet hat, um sich in bereit liegende Unterstützungslisten eintragen zu können.

Die Initiative benötigt etwa 250.000 Euro für ihre Aktionen. 150.000 Euro habe sie bereits - davon stammten 40.000 Euro von einem eigens eingerichteten Spendenkonto, sagt Frankenberger.

In der heißen, zweiwöchigen Eintragungsphase ist an "Rathauslotsen" gedacht, die vor den Gebäuden vorübergehende Passanten auf das Volksbegehren aufmerksam machen sollen. Die Nichtraucher-Initiative Deutschland möchte, dass das Ansinnen positiv formuliert wird. In einer Informationsbroschüre wird der Rat gegeben: "Sprechen Sie nicht von Rauchverboten, sprechen Sie immer nur vom Nichtraucherschutz." (Till Hoffmann)

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