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Rundgang über das Oktoberfest: München feiert

Rundgang über das Oktoberfest

München feiert

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    München feiert
    München feiert

    Es sind nur noch Stunden. So zumindest zählte Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl beim offiziellen Rundgang über das Oktoberfest-Gelände gestern. Auch wenn es von da noch exakt zwei Tage waren, bis das größte Volksfest der Welt seine Pforten öffnet, war doch schon sehr genau zu sehen, was die Besucher erwarten wird. Das Prachtstück des 178. Oktoberfests wird ohne Zweifel die „Oide Wiesn“ sein.

    Aber auch im bekannten Rahmen bietet das Fest im Herzen Münchens einige Neuerungen. So geht es mit dem „Monster“ hoch hinaus. Das neue Fahrgeschäft ist eine rasante Einarmschaukel, die Wagemutige in 40 Meter Höhe katapultiert. Dabei dreht sich die Gondel noch um die eigene Horizontalachse – ist also nichts für schwache Nerven. Betreiber Hans-Peter Maier zitiert bei seiner Oktoberfest-Premiere verschmitzt das Ur-Wiesn-Motto: „Schreien hilft nichts.“ Neben dem „Monster“ feiert mit der Wasserrutsche „Rio Rapido“ noch ein weiteres Fahrgeschäft seinen Wiesn-Einstand. Herzstück und Publikumsmagnet auf dem Oktoberfest 2011 wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit die „Oide Wiesn“. Sie ist eine Neuauflage der Historischen Wiesn, die es vergangenes Jahr zum 200. Geburtstag des Volksfestes gab. In diesem abgegrenzten Bereich, für den Besucher gesonderten Eintritt zahlen müssen, erlebt man eine Zeitreise.

    Die „Oide Wiesn“ ist ein Fest für sich

    Schon die ersten Schritte auf dem abgetrennten Gelände verdeutlichen: Hier ist es anders. Die „Oide Wiesn“ ist kleiner, gemütlicher, bayerischer als das Oktoberfest selbst. Karussells und Schiffschaukeln laden nicht nur Kinder zum Mitfahren ein, sondern bescheren auch Erwachsenen das Amüsement vergangener Tage. Beim historischen Armbrustschießen ist das Vergnügen sicher genauso groß wie im neu gestalteten Velodrom. Dort können Besucher prüfen, wie gut ihr Gleichgewichtssinn ist. Die Fahrräder in diesem Geschäft „eiern“, was nicht nur den Fahrern, sondern auch den Zuschauern jede Menge Spaß bringen dürfte.

    Eine Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest wird immer teurer

    Ein Oktoberfestbesuch wird meist teuer, kein Wunder wenn man sich die Preise für eine Maß Bier im Laufe der letzten 40 Jahre anschaut:

    1970 zahlte man wirklich nur 2,65 DM für eine Maß auf der Wiesn.

    Zehn Jahre später hat sich der Preis pro Maß fast verdoppelte: 4,80 DM bis 4,90 DM zahlte man 1980.

    1990 zahlte der Wiesn-Besucher je nach Zelt zwischen 6,95 DM und 7,55 DM.

    Bis zu 3,45 DM zahlte der Wiesnbesucher 1995 mehr: Der Bierpreis lag zwischen 9,50 DM und 10,40 DM.

    Im Jahr 2000 war es gut die Preise in den Bierzelten zu vergleichen, die teuerste Maß kostete gleich 1,40 DM mehr als im billigsten Zelt. Insgesamt zahlte man 11,20 DM bis 12,60 DM.

    Die Einführung des Euros änderte den Bierpreis nicht, er stieg einfach weiter an. So zahlte man 2005 zwischen 6,80 Euro bis 7,25 Euro für eine Maß Bier.

    Und der Bierpreis steigt und steigt: Zwischen 7,80 Euro und 8,30 Euro zahlte der Oktoberfestbesucher 2008.

    Im Jahr darauf gab es die Maß für 8,10 Euro bis 8,60 Euro.

    2010 kostet das Bier 8,30 Euro bis 8,90 Euro.

    Mit einer Preissteigerung um 3,6 Prozent gegenüber Vorjahr muss der Oktoberfestbesucher 2011 rechnen: Von 8,70 Euro bis 9,20 Euro zahlt man dieses Jahr auf der Wiesn.

    2012 liegt der Preis für eine Mass bei teuren 9,50 Euro.

    Echte Kerle können sich an der „Dicken Berta“ beweisen. Das ist ein historisches Spiel, bei dem eine schwere Kugel – per Fahrgestell auf Schienen montiert – so weit wie möglich gestoßen werden muss. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) schaffte es immerhin bis zur Marke „O’geber“. Die Oide Wiesn bietet Attraktionen für echte Traditionalisten. Beim Stand des „Fördervereins Bayerische Sprache und Dialekte“ können die Oktoberfest-Gänger einen Test machen und prüfen, wie gut es um ihr Wissen um die Mundart des Freistaats bestellt ist. Echte Freunde bayerischer Tradition wird es ohne Frage in das Festzelt „Zur Schönheitskönigin“ ziehen. Mit Musik, die „nicht an spanische Strände erinnert“ (OB Christian Ude), der einzigen Tanzfläche auf dem gesamten Oktoberfest, Kabaretteinlagen und uriger Atmosphäre repräsentiert das Zelt die „besondere Sehnsucht der Münchner“ nach der Vergangenheit, kommentierte Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl.

    Ab Samstagmittag kann sich jedermann selbst vom Angebot auf dem Oktoberfest 2011 überzeugen. Eröffnet wird die Wiesn traditionell mit dem Bieranstich durch den Münchner Oberbürgermeister. Christian Ude hat sich in diesem Jahr zwei Schläge bis zum Ausruf „O’zapft is!“ als Ziel gesetzt. Erst in zwei Jahren, wenn er zum letzten Mal draufhaut, will er es mit nur einem Schlag versuchen.

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