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Olympia 2022: Münchner Entscheid über Bewerbung wohl im November

Olympia 2022

Münchner Entscheid über Bewerbung wohl im November

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    Ein Brezel in Form der fünf olympischen Ringe liegt für eine Fernsehaufzeichnung auf einem Tisch am Ufer des Königssees im Berchtesgadener Land. München will sich erneut um Olympia bewerben - und diesmal auf Nummer sicher gehen. An allen vier potentiellen Schauplätzen sind Bürgerentscheide geplant.
    Ein Brezel in Form der fünf olympischen Ringe liegt für eine Fernsehaufzeichnung auf einem Tisch am Ufer des Königssees im Berchtesgadener Land. München will sich erneut um Olympia bewerben - und diesmal auf Nummer sicher gehen. An allen vier potentiellen Schauplätzen sind Bürgerentscheide geplant. Foto: Peter Kneffel, dpa

    Die Münchner Bürger sollen voraussichtlich am 10. November über eine mögliche erneute Olympia-Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt abstimmen. Der Münchner Stadtrat billigte am Mittwoch den von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) empfohlenen Zeitplan für einen Bürgerentscheid. Ziel ist es, die Bürger möglichst zeitgleich auch in den geplanten Olympia-Schauplätzen Garmisch-Partenkirchen, Schönau am Königssee und Ruhpolding über eine Bewerbung um die Winterspiele 2022 entscheiden zu lassen. "Wenn die Bevölkerung Nein sagt, ist es für alle erledigt", betonte Ude.

    Eine von der FDP-Stadtratsfraktion angeregte Vorverlegung des Entscheids auf den Tag der Bundestagswahl am 22. September erhielt im Münchner Stadrat keine Mehrheit. Zu diesem Zeitpunkt könnten "wesentliche Fragen" einer erneuten Olympia-Bewerbung noch nicht beantwortet werden, warnte Ude. Einige Punkte würden dann "noch auf tönernen Füßen" stehen. "Eine solche Vorverlegung auf den 22. September wäre ein Desaster", befand Ude.

    Konzept mit vier Standorten

    Für die Kopplung des Bürgerentscheids mit der Bundestagswahl sprach nach Ansicht der FDP eine dann wohl höhere Wahlbeteiligung. "Der 10. November ist ein hoch riskanter Termin", erklärte FDP-Fraktionschef Michael Mattar.

    Mit seiner Winter-Bewerbung um Olympia 2018 war München klar gescheitert. Nach den bisherigen Planungen für das neue Konzept, dem aber noch die grundsätzliche Zustimmung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) fehlt, soll nun neben München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee auch Ruhpolding Olympia-Schauplatz sein. Dort sollen die Biathlon- und Langlauf-Wettbewerbe stattfinden.

    Machbarkeitsstudien sollen bis Herbst fertig sein

    Bis zum Herbst sollen die notwendigen Machbarkeitsstudien abgeschlossen sein. Erst dann soll auch endgültig über den möglichen zweiten Anlauf auf Winterspiele entschieden werden. "Es bestehen gute Aussichten für eine erfolgreiche Bewerbung", betonte Ude in seiner Vorlage an den Münchner Stadtrat.

    Bis zum 14. November müssen die Kandidatur und eine erste Gebühr beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht werden. Bis dahin soll nach dem Stufenplan des DOSB auch die Finanzierung der Bewerbung geklärt sein. "Ich bin optimistisch, dass die Bürger sich der Bedeutung und der Chancen von Winterspielen in Deutschland bewusst sind", hatte DOSB-Chef Thomas Bach nach der jüngsten Präsidiumssitzung im Mai gesagt.  dpa/lby

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