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München: NSU-Prozess: Verzögerungstaktik der Verteidiger geht weiter

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NSU-Prozess: Verzögerungstaktik der Verteidiger geht weiter

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    Der Prozess gegen Beate Zschäpe und die mutmaßlichen Helfer der rechtsextremen Terrorzelle NSU geht auch am vierten Tag unverändert zäh weiter.
    Der Prozess gegen Beate Zschäpe und die mutmaßlichen Helfer der rechtsextremen Terrorzelle NSU geht auch am vierten Tag unverändert zäh weiter. Foto: Michaela Rehle/afp

    Auch  der vierte Verhandlungstag begann zunächst mit weiteren Beratungen  über die Anträge der Verteidigung. Bundesanwalt Herbert Diemer wies Forderungen der Verteidiger von Beate Zschäpe zurück, das Verfahren auszusetzen.

    Zschäpe-Verteidiger fordern Aussetzung des NSU-Prozesses

    Zschäpes Verteidiger forderten die Aussetzung des Verfahrens, um Einsicht in die Akten der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse  zu bekommen. Außerdem forderten sie eine Abberufung von zwei Vertretern der Bundesanwaltschaft.

    Bundesanwalt Diemer sagte in seiner Antwort auf die Anträge, die  Akten der Untersuchungsausschüsse gehörten nicht zum Aktenbestand  des Verfahrens, weil sie dafür unwichtig seien. "Es kann darin  nichts vorhanden sein, was für die Schuld und Sachfrage von  Bedeutung ist", sagte Diemer. Zur geforderten Abberufung von ihm  und einer weiteren Vertreterin der Bundesanwaltschaft sagte er,  dies sehe das Gesetz nicht vor.

    Diemer äußerte sich auch zu der Kritik, dass im Bundestagsuntersuchungsausschuss über die vier jetzt mitangeklagten mutmaßlichen NSU-Helfer hinaus eine Liste mit weiteren 129  mutmaßlichen Helfern diskutiert worden sei und diese nicht mit  angeklagt worden seien. "Sie haben mit diesem Verfahren nichts zu  tun", sagte der Ankläger. Es gebe aber nach wie vor weitere  Ermittlungen.

    Letzter Verhandlungstag vor den Pfingstferien

    Durch die weiteren Antragsberatungen konnte das Gericht nach wie  vor nicht in die Beweisaufnahme eintreten. Außerdem unterbrach  Richter Manfred Götzl die Verhandlung für zwanzig Minuten, weil  eine Nebenklage-Anwältin die Worterteilung über die Mikrofonanlage  im Gerichtssaal kritisierte. Sie hält die Bundesanwaltschaft für  bevorzugt. Von Anfang an stockte das Verfahren wegen einer Vielzahl  von Anträgen und organisatorische Fragen.

    Der Donnerstag ist der letzte Verhandlungstag vor einer knapp dreiwöchigen Pause über die Pfingstferien in Bayern, das Verfahren  soll danach am 4. Juni fortgesetzt werden. afp/AZ

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