Unterallgäu (AZ) - Zwei Rauschgiftpartys im Unterallgäu wurden am Wochenende beendet, bevor sie überhaupt begonnen hatten. Die Polizei ließ ein geplantes Fest in einem Lokal südwestlich von Mindelheim und in einer Sandgrube in der Nähe von Mörgen platzen.
Wie die Beamten mitteilen, waren sie bei einer Internetrecherche auf die Partys aufmerksam geworden. Im World Wide Web wurde eine "geile und noch nie dagewesene Party" angekündigt. Nach umfangreichen Ermittlungen und dem Einsatz eines Hubschraubers wurden die Gaststätte und die Sandgrube ausgemacht, wo bereits umfangreiche Aufbauarbeiten im Gange waren.
Während in dem Lokal nur eine Geburtstagsfeier stattfinden sollte, gestand der Veranstalter bei Mörgen sofort ein, eine Goa-Party geplant zu haben. Die Verwaltungsgemeinschaften Dirlewang und Kirchheim verboten in enger Absprache mit der Polizei beide Veranstaltungen.
Was ist eine Goa-Party?
Eine Goa-Party ist vom Ursprung eine Richtung der elektronischen Musik. Namensgebend waren Outdoor-Trance-Partys in den späten 1980er Jahren im indischen Bundesstaat Goa. Dort entwickelte sich eine Mischung von Musik und Rauschgift.
Bald schwappte diese Bewegung nach Europa herüber. Die Vorbildpartys aus Goa wurden dabei kopiert. Heute stellen die Sicherheitsbehörden diese Art von Veranstaltungen denen von Rauschgiftveranstaltungen gleich. Für diese Feiern gibt es keine behördliche Erlaubnis.