Zu Beginn dreier Gottesdienste las Ralf Gössl (45), Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Gersthofen (Kreis Augsburg), Gläubigen am Wochenende einen dramatische Text vor.

Zu Beginn dreier Gottesdienste las Ralf Gössl (45), Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Gersthofen (Kreis Augsburg), Gläubigen am Wochenende diesen Text vor:
"Wie ja viele wissen, stamme ich aus der Pfarrei St. Jakob in Schrobenhausen, der Pfarrei, in der unser Bischof Dr. Walter Mixa 21 Jahre lang als Stadtpfarrer gewirkt hat.
Sowohl in meiner Zeit als Kind und als Jugendlicher als auch auf meinem Weg zur Priesterweihe hat er mich immer unterstützt und begleitet. Insbesondere beim frühen Tod meiner Eltern hat er sich sehr um mich gekümmert. Für all das werde ich ihm immer dankbar sein.
Am 31. Oktober 1992 habe ich bei meiner Diakonenweihe im Augsburger Dom (…) meinem Bischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam versprochen. Liebe Mitchristen, ich sage Ihnen das alles, damit Sie sich vorstellen können, wie es mir als Ihrem Pfarrer zurzeit geht.
Spätestens seit gestern (Freitag, die Red.) ist klar, dass unser Bischof über zwei Wochen hinweg seine Diözese und auch seine Priester belogen hat. (…) Jeder von uns hat seine Fehler und Schwächen. Aber dass ein Bischof seine Diözese und die gesamte Öffentlichkeit belügt, das ist unannehmbar!
Es ist unannehmbar im Hinblick auf jene Kinder, denen Gewalt angetan wurde - denn auch Ohrfeigen sind eine Form von Gewalt -, und es ist unannehmbar im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit unserer Kirche. Alle Versuche, die zurzeit von manchen unternommen werden, dies schönzureden, sind unangebracht!" AZ
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: