Am ersten Tag des strikten Rauchverbots marschierte Sebastian Frankenberger durchs Bierzelt. Doch die verärgerten Raucher duldeten ihn nicht lange. Von Stephanie Kundinger


Ausgerechnet am ersten Tag des strikten Rauchverbots in Bayern marschierte Sebastian Frankenberger durch ein Bierzelt. Doch die verärgerten Raucher duldeten den Initiator des Nichtraucher-Volksentscheides nicht lange.
Seit Sonntag,1. August, herrscht in Bayern ein striktes Rauchverbot. Auch auf dem Volksfest in Waldkirchen (Niederbayern) durfte in den Festzelten erstmals nicht mehr geraucht werden. "Das hat auch ganz gut funktioniert", sagt Festwirt Werner Pongratz auf Anfrage unserer Zeitung. Doch dann betrat der Initiator des Nichtraucher-Volksentscheides, Sebastian Frankenberger, gegen 18 Uhr ein Festzelt. Begleitet wurde er von einem Fernsehteam, das ihn für eine Reportage filmte.
Ziemlich "provokant", wie der Festwirt findet, habe Frankenberger vor der Kamera Interviews gegeben. Das gefiel einigen Rauchern wohl nicht: Schon nach ein paar Minuten hätten die Gäste "Frankenberger raus" gerufen, sagt Pongratz. Verärgerte Besucher hätten sich über Frankenbergers Auftritt aufgeregt. Manche hätten sich sogar Zigaretten in den Mund gesteckt und angezündet, als der Nichtraucherschützer im Zelt war.
"Ich habe befürchtet, dass es eine Rangelei geben könnte", sagt Pongratz. Deshalb habe er Frankenberger nach fast 30 Minuten höflich darum gebeten, das Zelt zu verlassen. Hausverbot habe er ihm jedoch nicht erteilt - auch wenn das Fernsehteam dies gerne gehabt hätte. "Ich möchte ganz deutlich sagen, dass wir ihn nicht rausgschmissen haben", betont der Festwirt.
Gegenüber der "Passauer Neuen Presse" sagte Frankenberger, er habe nicht provozieren wollen. Der Wirt habe ihm erklärt, er würde zu sehr polarisieren. Deshalb habe er das Zelt auch wieder verlassen. Von Stephanie Kundinger
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