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05. Juni 2010 18:34 Uhr

Nürnberg

"Rock im Park": Slash - ein überraschender Höhepunkt

Was für ein grandioser, früher Höhepunkt von "Rock im Park"! Guns n' Roses' Ex-Gitarrist Slash hat am Samstagnachmittag die 80er zurückgebracht und ein sensationelles Konzert gegeben. Aus Nürnberg berichtet Wolfgang Schütz

Was für ein grandioser, früher Höhepunkt von "Rock im Park"! Guns n' Roses' Ex-Gitarrist Slash hat am Samstagnachmittag auf der zentralen Bühne (Center Stage) die 80er zurückgebracht und ein sensationelles Konzert gegeben.

Das war einfach großartig. Slash - schwarze Locken und mittendrin eine Sonnenbrille, obendrauf der Zylinder - wurde gesanglich begleitet von Myles Kennedy, Sänger der Band "Alter Bridge". Die beiden präsentierten das aktuelle Soloalbum von Slash, spielten aber auch die Klassiker von Guns'n Roses wie "The Civil War". Und zum Schluss, als der ganze Platz vor der Bühne brechend voll war, kam der Klassiker "Paradise City".

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Willkommen in den 90ern hieß es dagegen bei der amerikanischen Hip-Hop-Band Cypress Hill, Stichwort "Insane in the Brain". Was da Rapper Jay-Z noch draufsetzen will?

Auf der Alternastage ging es dagegen eher gemütlich zu. Dort hatte mittags der Augsburger Roman Fischer den Tag eröffnet. Er bot eine nette Erscheinung, eine gut gelaunte Veranstaltung. Zum Schluss standen insgesamt 150 Leute vor der Bühne. Ein Bruchteil der 60.000 Menschen, die bei "Rock am Ring" sind, aber egal. Die Band bot Indio, angeführt von Fischers Stimme. Singen kann der Kerl! Hinterher war der Augsburger richtig stolz über den großen Auftritt und sprach vom besten Konzert überhaupt. Es klang einfach dankbar, für die Chance, bei Rock im Park und Rock am Ring dabeigewesen zu sein.

Am Nachmittag folgte Kate Nash, ganz entspannt. Auf der Club Stage kamen dagegen die brutalen Rumpler ganz auf ihre Kosten.

Doch die meisten (eher Älteren) stimmen sich auf die Band Kiss ein und laufen mit Fan-T-Shirts rum. Wenn überhaupt. Bei den heißen Temperaturen gibt's auch viel nackte Haut, zum Teil mit ersten Verbrennungserscheinungen. Die Sonne sticht gewaltig. Da hilft auch Sonnencreme kaum. In den schlimmsten Fällen griffen Rettungskräfte ein: Von Freitag- bis Samstagnachmittag wurden sie rund 1300 Mal zu Hilfe gerufen. Gründe: Sonnenbrände, Zecken und übermäßiger Alkoholkonsum.

Sicher ist: Wenn die starkgeschminkten Jungs von Kiss auf die Bühne kommen, wird's vor der Center Stage brechend voll. Und danach strömen wir dann gemeinsam zur Alternastage. Dort legt gegen 23.30 Jan Delay auf. Wolfgang Schütz

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