Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Neues Schuljahr in Bayern: Schüler wollen "Sitzenbleiben" abschaffen

Neues Schuljahr in Bayern

Schüler wollen "Sitzenbleiben" abschaffen

  • |
  • |
  • |
    Soll das Sitzenbleiben abgeschafft werden?
    Soll das Sitzenbleiben abgeschafft werden? Foto: dpa

    Für gut 1,75 Millionen Schüler in Bayern beginnt am morgigen Dienstag nach den sechswöchigen Sommerferien das neue Schuljahr. Rund 110.000 Erstklässer werden erstmals den Unterricht besuchen, wie ein Sprecher des Kultusministeriums mitteilte. Die nächsten Ferien haben die Schüler im Herbst vom 31. Oktober bis zum 5. November.

    Zum kommenden Schuljahr stellt der Freistaat nach Angaben des Kultusministeriums rund 3.500 neue Lehrkräfte an. Besonderen Wert legt die Koalition von CSU und FDP auf den Ausbau von Ganztagsangeboten. Knapp 1.000 gebundene und über 3.200 offene Ganztagsangebote solle es nächstes Schuljahr geben, wie FDP-Fraktionschef Thomas Hacker und die bildungspolitische Sprecherin der Liberalen, Renate Will, am Montag in München mitteilten.

    Bereits am Freitag hatte Kultusminister Spaenle (CSU) bekannt gegeben, dass die Mittel für die Ganztagsangebote aufgestockt wurden. Die Koalition will mit einem flächendeckenden Ganztagsangebot Chancengleichheit und Qualität im Bildungssystem garantieren.

    Schüler sehen Reformbedarf

    Reformbedarf in der Bildungspolitik sieht dagegen die Landesschülervereinigung Bayern und fordert eine Abschaffung des Sitzenbleibens. Das Wiederholen einer Klasse sei eine "veraltete Disziplinarmaßnahme" und pädagogisch überholt.

    Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) rief vor allem die Schüler der Abschlussklassen auf, sich im Unterricht anzustrengen und so die Chance auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu steigern. Ausbildungsbetriebe würden von ihren künftigen Auszubildende allerdings nicht nur gute Noten, sondern auch soziale Kompetenzen erwarten.

    Viele Bundesbürger befürchten allerdings, dass diese in der Schule nur noch unzureichend vermittelt werden. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag der bayerischen Internate Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern sowie dem Landheim Schondorf unter 1.000 Bürgern verschiedener Altersgruppen ergeben. Drei Viertel der 271 Befragten zwischen 45 und 59 Jahren gehen davon aus, dass sich Jugendliche nur schwer in Hierarchien einfügen können. 76 Prozent aller Befragten glauben, dass die Jugendlichen nicht genügend kritikfähig sind. dapd

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden