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Schwere Unwetter in Oberbayern

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Schwere Unwetter in Oberbayern

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    Geländewagen mit Schneepflug räumen Hagelkörner von einer überfluteten Strasse in Holzkirchen (Oberbayern).
    Geländewagen mit Schneepflug räumen Hagelkörner von einer überfluteten Strasse in Holzkirchen (Oberbayern). Foto: DPA

    München (dpa/lby) - Schwere Unwetter haben in der Nacht zum Samstag in Teilen Bayerns große Schäden angerichtet. Am schlimmsten betroffen war Oberbayern und hier vor allem die Region Rosenheim. In zahlreichen Städten und Gemeinden wurden Keller überflutet. Umstürzende Bäume legten den Verkehr auf Straßen und Bahnverbindungen zeitweise lahm, wie die Polizei in einer Bilanz mitteilte. Menschen wurden bei den Unwettern nicht verletzt.

    Auf der Zugstrecke zwischen Mühldorf a. Inn und Wasserburg a. Inn kann der Verkehr voraussichtlich erst am kommenden Freitag wieder aufgenommen werden. In Babensham (Landkreis Rosenheim) deckte ein Mini-Tornado die Dächer von zehn Häusern ab. An einigen Gebäuden wurden sogar die Dachstöcke in Mitleidenschaft gezogen. Der Sturm wirbelte Dachbalken wie Streichhölzer durch die Luft. Allein in dieser Gemeinde entstand ein Schaden in Höhe von zusammen rund 750.000 Euro.

    Auch in Holzkirchen (Landkreis Miesbach) wurden einige Dächer teilweise abgedeckt. Sturmböen schleuderten Gartenmöbel durch die Luft. Der Hagel zerstörte die Blumenpracht vieler Hobbygärtner. Sogar Bäume wurden dort entwurzelt.

    Auch der Verkehr wurde durch die Unwetter behindert. Die Autobahn München-Salzburg (A 8) war auf mehreren Abschnitten wegen sintflutartiger Regenfälle und Hagels zeitweise nicht mehr befahrbar. Schneepflüge waren unterwegs, um die Hagelmassen zu beseitigen. Allein in München wurde die Feuerwehr rund 60 Mal gerufen, um Keller und Unterführungen auszupumpen.

    In Nordbayern mussten die Feuerwehren ebenfalls zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Viele Keller waren mit Wasser voll gelaufen, einige Straßen überflutet. Die Gemeindestraße von Gottersdorf (Landkreis Hof) war durch eine rund 30 Zentimeter hohe Schlammlawine zeitweise blockiert.

    Für einige Landkreise bestand auch am Wochenende Gewitterwarnung. Schauer gab es aber nur noch vereinzelt. Nach wechselhaftem Wetter am Montag soll es am Dienstag wieder fast hochsommerlich heiß werden. Neue Wärmegewitter sind dann die Folge.

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