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Besuch: Seehofer im Donau-Ries: Schmid kam erst später

Besuch

Seehofer im Donau-Ries: Schmid kam erst später

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    Horst Seehofer und Georg Schmid beim Besuch des Ministerpräsidenten im Donau-Ries.
    Horst Seehofer und Georg Schmid beim Besuch des Ministerpräsidenten im Donau-Ries. Foto: Fred Schöllhorn

    Nach der Job-Affäre im Landtag war am Dienstag für Horst Seehofer Schadensbegrenzung angesagt. Im Rahmen seiner Tour durch bayerische Landkreise kam er ausgerechnet in den schwäbischen Kreis Donau-Ries - den Wahlkreis des jüngst wegen der Beschäftigung seiner Frau zurückgetretenen CSU-Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid.

    Seehofer: Leute sollen doch nicht glauben, er sei "ballaballa"

    Dass solch ein Auftritt in einer brisanten Zeit in einer von der Affäre besonders betroffenen Region heikel ist, war auch dem Ministerpräsidenten klar - der Helikopter blieb deswegen am Boden, der CSU-Chef reiste lieber mit seiner Dienst-Limousine an: "Ich hätte auch mit dem Hubschrauber herfliegen können, der steht mir rechtlich zu", erklärte er zu Beginn seiner Visite. Natürlich müsse er auch manchmal zu Terminen, beispielsweise in Franken, fliegen. Doch dass die Bürger solch einen fliegenden Regierungschef sehr genau beobachten, weiß Seehofer nur zu genau: "Wenn ich das jeden Tag mache, dann sagen die Leute: Der ist ballaballa", betonte er.

    Im beschaulichen Harburg hatte Seehofer zunächst einen Termin in einer Grund- und Mittelschule, die neben 85 anderen im Freistaat besonders auf Inklusion, also die Integration von behinderten Kindern, spezialisiert ist. Von der Affäre um die von Abgeordneten beschäftigten Angehörigen war das weit entfernt. Seehofer wird von singenden Schülern begrüßt, erntet großen Jubel - Freude pur.

    Seehofer: Obacht geben, wen man begrüßt

    Üblicherweise ist solch eine Ministerpräsidenten-Reise in die Fläche ein Pflichttermin für den örtlichen CSU-Abgeordneten - doch Schmid fehlte zunächst an Seehofers Seite. Aber bei dem späteren Termin beim Hubschrauberbauer Eurocopter in Donauwörth, wo ein Entwicklungszentrum eröffnet wurde, ist auch Schmid vor Ort. Der örtliche Abgeordnete wird kurz vom Regierungschef begrüßt, nicht ohne zweideutige Andeutung aus Seehofers Munde: Man müsse ja sehr genau Obacht geben, wen man begrüßt, betont er.

    Für Schmid dürften solche Termine in Zukunft seltener werden. Er hat angekündigt, dass er im Herbst nicht mehr für den Landtag kandidieren wird. Auch den Kreisvorsitz der Christsozialen wird er niederlegen. Seehofer glaubt aber, dass für den langjährigen Funktionär weiterhin ein Platz in der CSU ist. Schmid sei schließlich ein "Parteisoldat" und werde seinen Beitrag leisten, dass im Raum Donau-Ries die Partei wieder befriedet werde. "Jetzt müssen wir alle zusammenhalten, dann wird es auch wieder gut", verbreitet der Ministerpräsident Optimismus.

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