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CSU: Seehofer redet nicht über Ude

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Seehofer redet nicht über Ude

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    Horst Seehofer: „Wir sind in dieses Jahr 2013 als CSU bestens gestartet.“
    Horst Seehofer: „Wir sind in dieses Jahr 2013 als CSU bestens gestartet.“ Foto: Frank Leonhardt/ Archiv/ dpa

    Besonders herausgefordert sieht sich CSU-Chef Horst Seehofer durch den SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Christian Ude, offenbar nicht. Auf die Frage, warum er sich nicht mit Ude auseinandersetze, sagte Seehofer zum Abschluss der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth: „Bis jetzt bestand kein Anlass.“ Und zur Erklärung fügte er noch hinzu: „Ich habe 15 Jahre Handball gespielt und man aktiviert in der Abwehr eigentlich immer nur die Kräfte, die man braucht.“

    Horst Seehofer: "Wir wählen den Ministerpräsidenten und keinen Nachfolger"

    Dennoch soll die CSU, wie Seehofer in Kreuth gemeinsam mit Fraktionschef Georg Schmid betonte, im Wahljahr 2013 „um jede Stimme kämpfen“. Dabei komme es zunächst darauf an, parteiinterne Debatten und Personalspekulationen zu beenden. „Wir wählen den Ministerpräsidenten und keinen Nachfolger“, sagte Seehofer. Diese „schönen Fragen“, wer ihm als Parteichef und Ministerpräsident einmal nachfolgen könnte, hätten zwar „in wahlkampffreien Zeiten einen gewissen Unterhaltungswert“, doch „damit ist jetzt Schluss“. Das gilt nach Seehofers Worten auch für ihn selbst: „Von mir werden Sie in den nächsten Monaten nur noch Auseinandersetzungen mit dem, was das Land bewegt, hören.“

    CSU: Fraktionsvorsitzender Schmid sieht Sacharbeit im Vordergrund

    Fraktionschef Schmid betonte, dass der Wahlkampf für die Christsozialen noch nicht begonnen habe. Die CSU als Regierungspartei werde an ihren Handlungen gemessen, nicht an ihren Programmen. Bis zum Sommer gebe es noch „viele Sachthemen“ wie die Studiengebühren, den Donauausbau und die geplanten Verfassungsänderungen zu behandeln. Deshalb stehe zunächst Sacharbeit im Vordergrund.

    Das ist Horst Seehofer

    Am 4. Juli 1949 kam Horst Seehofer im bayerischen Ingolstadt zur Welt. Er stammt aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Bauarbeiter und LKW-Fahrer.

    Nachdem er die Mittlere Reife erworben hatte, schlug er eine Beamtenlaufbahn ein. 1979 macht Seehofer sein Verwaltungsdiplom an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in München. Bis 1980 arbeitet er für die Landratsämter Eichstätt und Ingolstadt.

    Ab 1969 engagiert sich Horst Seehofer bei der Jungen Union. Zwei Jahre später wird er außerdem Parteimitglied der CDU.

    Von 1980 bis 2008 war er Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Ingolstadt. Nach 28 Jahren, am 4. November 2008, legte er sein Mandat nieder.

    Sechs Jahre lang füllte er die Position des sozialpolitischen Sprechers der CSU-Landesgruppe aus. 1989 wurde er zum Staatssekretär des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung berufen.

    Von 1992 bis 1996 verdingte sich Horst Seehofer als Bundesminister für Gesundheit. Ab 1994 bis zu seiner Mandatsniederlegung 2008 war er stellvertretender Vorsitzender der CSU. Außerdem wirkte er als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und als Landesvorsitzender der Christlich Sozialen Arbeitnehmer-Union (CSA).

    2005 wurde Seehofer zum Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gewählt. Er füllte das Amt drei Jahre lang aus.

    Am 25. Oktober 2008 konnte Horst Seehofer die Wahl zum CSU-Vorsitzenden für sich entscheiden. Kurz darauf wurde er Bayerischer Ministerpräsident.

    Die Universität von Qingdao in China ernannte den Bayerischen Ministerpräsident 2010 zum Ehrenprofessor. Für den Realschüler ohne akademischen Grad hat der Titel eine besondere Bedeutung.

    Seehofer hat zweimal geheiratet. Aus der zweiten Ehe mit Karin Seehofer gingen drei Kinder hervor. Seine vierte Tochter wurde im Juni 2007 geboren. Allerdings nicht von Frau Seehofer, sondern von Anette Fröhlich, die über mehrere Jahre seine Geliebte war. Letztendlich blieb er bei seiner Ehefrau.

    Die Voraussetzungen, im Sommer im Wahlkampf möglichst große Zustimmung zu ernten, sind nach Ansicht der beiden CSU-Politiker gut. Der Schlüssel zum Erfolg sei, so Seehofer, dass für die Menschen in Bayern der Stolz auf Bayern zurückgekehrt sei.

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