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Tegelberg: Seilbahn-Unglück: Dreharbeiten für den Bayerischen Rundfunk

Tegelberg

Seilbahn-Unglück: Dreharbeiten für den Bayerischen Rundfunk

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    Am Freitag stürzte ein Gleitschirmflieger in die Seile der Tegelbergbahn, die dadurch blockiert wurde. Eine der beiden Gondeln konnte evakuiert werden, in der talwärts fahrenden Gondel mussten 20 Fahrgäste die Nacht in der Kabine verbringen.
    Am Freitag stürzte ein Gleitschirmflieger in die Seile der Tegelbergbahn, die dadurch blockiert wurde. Eine der beiden Gondeln konnte evakuiert werden, in der talwärts fahrenden Gondel mussten 20 Fahrgäste die Nacht in der Kabine verbringen. Foto: Stefan Puchner/dpa

    Ulrich Pilgram von der Reaktion Aktuelles am Sonntag des Bayerischen Rundfunks (BR) sagte auf dapd-Anfrage: Der zweite Insasse des Tandemflugs, der sich am Freitag im Tragseil der Tegelbergbahn verfangen und die Seilbahn damit lahmgelegt hatte, sei ein Fernsehreporter des Bayerischen Rundfunks gewesen, der "dort zum Arbeiten war".

    Am Freitagnachmittag war ein Tandem-Gleitflieger in das Tragseil der Tegelbergbahn bei Schwangau im Allgäu geraten und hatte sich darin aufgehangen. Die Seilbahn schaltete sich daraufhin automatisch ab.

    In den zwei gestoppten Gondeln hingen zunächst 50 Menschen in der Luft fest. Die 30 Betroffenen aus der talseitigen "unteren" Gondel konnten bis zum frühen Freitagabend über Hubschrauber abgeseilt und damit befreit werden. Außerdem wurden mit Hubschraubern über 130 Menschen, die an der Bergstation festsaßen, ins Tal gebracht. Auch der Gleitflieger und sein leicht verletzter Passagier mussten gerettet werden.

    Die 20 Menschen in der bergseitigen Gondel mussten wegen des windigen Wetters  - hundert Meter über dem felsigem Abgrund - 17 Stunden auf ihre Rettung warten und konnten erst am Samstagmorgen mit Hubschraubern befreit werden. 19 der Eingeschlossenen waren Touristen - der älteste 75, der jüngste vier Jahre alt. Auch der Gondelführer verbrachte die Nacht 100 Meter über einem Steilhang. Erst im Morgengrauen konnte mit der Bergung per Hubschrauber begonnen werden. Alle 20 Insassen blieben unverletzt.

    Tandemflüge als Methode für Luftaufnahmen

    Die Dreharbeiten waren für einen Fernsehbericht des BR gemacht worden. Ulrich Pilgram vom BR wusste allerdings nicht, welche Aufnahmen der Mitarbeiter machen sollte. Auch wisse er nicht, ob die Dreharbeiten wie in der Regel üblich abgesegnet waren.  Tandemflüge sind nach Aussage von Pilgram eine gute und problemlose Methode, um Luftaufnahmen zu filmen.

    Das ist die Tegelbergbahn

    Die Tegelbergbahn auf dem Tegelberg bei Schwangau im Landkreis Ostallgäu ist 2146,18 Meter lang.

    Die Seilbahn überwindet auf ihrem Weg eine Höhe von 892,5 Metern.

    Erbaut wurde die Tegelbergbahn Mitte der 60-er Jahre vom Südtiroler Unternehmen Hölzl Seilbahnbau.

    Die Seilbahn verfügt über zwei Kabinen. In jede der beiden Gondeln passen 44 Personen.

    Pro Richtung und Stunde kann die Tegelbergbahn 465 Menschen transportieren.

    Zuvor war bekannt geworden, dass der Tandemflieger ein Münchner Kameramann gewesen war.  Ein Polizeisprecher sagte am Samstagabend in Kempten: Es zeichneten sich Erkenntnisse dafür ab, dass der Unfall möglicherweise mit Dreharbeiten für einen Film zusammenhängen könnte. Einzelheiten wollte ein Sprecher in der Nacht zum Sonntag aber nicht machen.

    Zunächst hatten sich die Ermittlungen vor allem auf den 54 Jahre alten Gleitschirm-Piloten konzentriert: wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie wegen fahrlässiger Körperverletzung.  

    Augenzeuge beobachtet den Zusammenstoß

    Die dramatischen Sekunden des Zusammenstoßes zwischen Gleitflieger und Seilbahn wurden von Augenzeuge Manfred Laudahn beobachtet und auf Bildern festgehalten.  Der Roßhauptener veröffentlichte die Fotos auch auf seiner Webseite abschweb.de und berichtete wie er das Unglück erlebte. Er hat gesehen: Das Unglück ereignete sich ganz offensichtlich bei Dreharbeiten zu einem Film. AZ/dpa/dapd

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