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Augsburger Polizistenmord: Tochter zeigt Kripo ein Gelddepot

Augsburger Polizistenmord

Tochter zeigt Kripo ein Gelddepot

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    Einer der Verdächtigen wird in einem Polizeibus in das Justizzentrum Augsburg (Schwaben) gefahren.
    Einer der Verdächtigen wird in einem Polizeibus in das Justizzentrum Augsburg (Schwaben) gefahren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

    Die Tochter des mutmaßlichen Mörders Raimund M. (58) hat den Beamten dieses Versteck gezeigt. Das Geld war in der Wohnung der 31-jährigen Tochter deponiert – so geschickt, dass die Ermittler bei der ersten Wohnungsdurchsuchung Anfang Januar nichts gefunden hatten. Das Geld könnte nach Informationen unserer Zeitung aus einem Raubüberfall stammen.

    M.s Tochter sitzt bereits seit drei Wochen in Untersuchungshaft, weil bei ihr zu Hause im Keller scharfe Waffen und Handgranaten gefunden wurden. Die mordverdächtigen Brüder Raimund M. und Rudi R. (56) sollen die Waffen dort in Kisten versteckt haben. Auf einer der Waffen fand sich DNA der Frau. Sie sagte, sie habe nach der Verhaftung ihres Vaters die Kisten angeschaut. In der vorigen Woche sagte sie dann auch aus, in einer der Kisten das Geld gefunden und es in ihrer Wohnung versteckt zu haben. Die 31-Jährige führte die Beamten bei einem Ortstermin in der Wohnung direkt zu dem Geld. Die Frau tat das von sich aus, weil sie „alles auf den Tisch bringen wollte“, sagt Stefan Mittelbach, der Rechtsanwalt der Tochter. Der Haftbefehl gegen die Frau wurde inzwischen erweitert – wegen Verdachts auf Hehlerei.

    Mordverdächtige Brüder waren wohl gemeinsam auf Raubzügen

    Die Ermittler gehen davon aus, dass Raimund M. und Rudi R. Ende Oktober einen Raub begehen wollten und von einer Polizeistreife gestört wurden. Deshalb, so die Theorie der Kripo, kam es zur Verfolgungsjagd und zu den tödlichen Schüssen auf den Polizisten Mathias Vieth (41). Vermutlich waren die Brüder schon früher auf Raubzügen. Untersucht werden vor allem drei Überfälle auf Geldtransportfirmen in Augsburg und Ingolstadt. In einem der Waffendepots der mordverdächtigen Brüder haben Beamte einen Revolver entdeckt, der bei einem Raub im Jahr 2004 einem Wachmann abgenommen worden war. Gut möglich, dass das Geld aus dieser Tat stammt. Damals wurden über 100000 Euro erbeutet. Die Staatsanwaltschaft schweigt dazu aus „ermittlungstaktischen Gründen“.

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