Donnerstag, 26. Mai 2016

28. November 2013 16:52 Uhr

Oberbayern

Todesursache "Kräutermischung": 32-Jähriger stirbt im Rausch

Bekannte hatten einen 32-Jährigen tot in seiner Wohnung in Neuötting im Kreis Altötting gefunden. Der Mann starb wohl an den Folgen des Konsums einer "Kräutermischung".

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Weil sie ihn seit Tagen nicht mehr telefonisch erreicht hatten, sahen Bekannte am Vormittag des 28. April in der Wohnung des Neuöttingers nach. Dort fanden sie den 32-jährigen Mann leblos vor. Auch der sofort alarmierte Notarzt konnte nicht mehr helfen.

Polizei findet "Kräutermischung" in Wohnung des 32-Jährigen

Bei der durchgeführten Obduktion ergaben sich keine Hinweise auf die Beteiligung Dritter. Auch eine eindeutige Todesursache konnte nicht festgestellt werden. Die Polizei fand jedoch ein volles sowie ein leeres Päckchen einer "Kräutermischung" in der Wohnung des 32-Jährigen. Weil der Mann als Drogenkonsument bekannt war, wurden sofort weitere Untersuchungen eingeleitet.

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Demnach wurde im Blut des Mannes das synthetische Cannabinoid  „XLR-11“ gefunden, was eindeutig auf den Konsum der „Kräutermischung“ zurückzuführen ist. Andere Wirkstoffe fanden die Mediziner nicht.

Polizei warnt vor sogenannten "Legal Highs"

Die Polizei nimmt den tragischen Fall zum Anlass, um erneut vor den unberechenbaren Gefahren von sogenannten "Legal Highs" zu warnen. Diese werden unter anderem als Kräutermischungen, Badesalze oder „Legal Ecstasies“ angeboten und meist über das Internet verkauft. Die Stoffe beinhalten Rauschmittel, die auf der Verpackung nicht ausgewiesen sind und zu Rauschzwecken konsumiert werden. Oftmals handelt es sich dabei um synthetische Cannabinoide, die meist dem Betäubungsmittelgesetz, gegebenenfalls auch dem Arzneimittelgesetz unterliegen. Der Umgang mit diesen Produkten ist somit verboten.

Kampf gegen Designerdrogen hat begonnen

Kriminalhauptkommissar Karl Riepertinger, beim Polizeipräsidium zuständig für die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität, warnt: „Die Zahl neu entdeckter Substanzen hält auf dem Drogenmarkt unverändert an. Es werden immer wieder neue Stoffe zusammengemischt, um das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen. Die gesundheitlichen Folgen sowie deren Wirkung sind deshalb für Konsumenten nicht absehbar. Die Konsumenten haben letztlich nie Sicherheit, welche Stoffe sie tatsächlich zu sich nehmen. Noch gibt es zu Kurz- und Langzeitfolgen keine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Aus Konsumentenerfahrungen ist jedoch bekannt, dass Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzrasen, Kreislaufversagen, Bewusstlosigkeit, bis hin zu schweren Vergiftungen regelmäßig als Nebenwirkungen auftreten können. Wir haben auch Erkenntnisse, dass der Konsum dieser Stoffe offensichtlich zu schweren Psychosen führen kann, aus denen die Konsumenten in Einzelfällen nur mehr den Suizid als Ausweg sehen.“

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Polizei | Altötting


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