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Landshut: Über tausend Menschen demonstrieren für Atomausstieg

Landshut

Über tausend Menschen demonstrieren für Atomausstieg

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    Die Luftaufnahme vom Mittwoch (16.03.2011) zeigt die Kernkraftwerke Isar 1 und 2 nahe Essenbach bei Landshut (Niederbayern). Das Atomkraftwerk Isar 1 ist nach dem Ausstiegsbeschluss noch nicht komplett heruntergefahren. Laut einem Sprecher der Atomanlage laufe der Meiler nach den Atomunfällen in Japan derzeit mit "minimaler Leistung". Foto: Armin Weigel dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++
    Die Luftaufnahme vom Mittwoch (16.03.2011) zeigt die Kernkraftwerke Isar 1 und 2 nahe Essenbach bei Landshut (Niederbayern). Das Atomkraftwerk Isar 1 ist nach dem Ausstiegsbeschluss noch nicht komplett heruntergefahren. Laut einem Sprecher der Atomanlage laufe der Meiler nach den Atomunfällen in Japan derzeit mit "minimaler Leistung". Foto: Armin Weigel dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: Armin Weigel

    Mehr als tausend Atomkraftgegner haben am Samstag vor dem Rathaus in Landshut für das endgültige Aus des Kraftwerks Isar 1 protestiert. Die Teilnehmer schwenkten Fahnen mit dem Symbol für den Atomenergieausstieg und riefen "Abschalten". "Eigentlich müssten wir 'endgültig abschalten' rufen", sagte Rosi Steinberger, niederbayerische Bezirksvorsitzende der Grünen, der Nachrichtenagentur dpa in München. "Aber das klingt nicht so schön." Nach tagelangem Hin und Her ist Atomkraftwerk Isar 1 seit Donnerstag vom Netz.

    Neben Anwohnern kamen auch Menschen aus Regensburg, Straubing, Kehlheim und anderen Orten zu der Demonstration nach Landshut. Die Veranstalter vom "Bündnis für den Atomausstieg" zählten rund 1500 Teilnehmer. Nach einer Schweigeminute für die Opfer von Japan warnte Joachim Schmid vom IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung von Atomkrieg) vor Gesundheitsgefahren durch Atomkraftwerke. Der SPD-Europaabgeordnete aus Amberg, Ismail Ertug, forderte neben dem dauerhaften Aus für Isar 1 einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland und in Europa.

    Seit langem findet in Landshut einmal im Monat eine "Countdown-Veranstaltung" für das Ende von Isar 1 statt. Der Termin für die Proteste am Samstag stand schon seit Monaten fest. "Solange wir keine Sicherheit haben, dass das Kraftwerk abgeschaltet wird, gehen wir weiter auf die Straße", erklärte Rosi Steinberger. dpa/lby

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