Eine kirchliche Brauerei in Passau hat Ärger bekommen weil sie mit einem amerikanischen Weihnachtsmann geworben hat.

Die kirchliche Passauer Brauerei Hacklberg hat wegen der Nutzung des amerikanischen Weihnachtsmanns als Werbeträger Ärger bekommen.
Die Brauerei, die der Diözese Passau gehört, hatte im Lokalfernsehen mit einer Santa-Claus-Figur mit dem typischen roten Kostüm samt Bommelmütze für ihr Bier geworden. Pikant an der Kampagne ist, dass das Passauer Bistum wie auch andere Diözesen seit Jahren dagegen protestiert, dass der US-Weihnachtsmann immer mehr den traditionellen europäischen Nikolaus verdrängt.
Brauereichef Stephan Marold kündigte im Bayerischen Rundfunk an, dass die Brauerei nun auf die Werbung mit dem US-Weihnachtsmann verzichten werde. Man habe keine Hintergedanken gehabt, aber die Reaktionen unterschätzt.
Zuvor hatte bereits die «Passauer Neue Presse» (Montag) darüber berichtet, dass ausgerechnet die bischöfliche Brauerei als Werbeträger den nordamerikanischen Weihnachtsmann entdeckt hat, während gleichzeitig das Bistum im Internet unter dem Titel «Stoppt den Weihnachtsmann» für den echten Nikolaus wirbt.
Der rote US-Weihnachtsmann wurde ursprünglich in Europa als Werbeträger des amerikanischen Coca-Cola-Konzerns bekannt. Der historische Nikolaus, der ursprünglich aus dem Gebiet der heutigen Türkei stammt, ist hingegen anders gekleidet. So hat der Nikolaus unter anderem keine Zipfelmütze auf, sondern eine klassische Bischofsmütze (Mitra).
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: