Sie sorgen für sauberes Trinkwasser, bringen den Müll weg, bauen Straßen, Kindergärten und Schulen, kümmern sich um Spielplätze, Sportplätze und Friedhöfe und stehen, wenn ein Bürger vor Ort ein Anliegen hat, als erste Ansprechpartner zur Verfügung. Ohne die vielen, oft als selbstverständlich hingenommenen Leistungen von Bayerns Kommunen könnte das Gemeinwesen nicht funktionieren.
Damit gerade die kleinen Städte und Gemeinden in der großen Politik zu ihrem Recht und ihrem Geld kommen, wurde vor 100 Jahren der Bayerische Gemeindetag gegründet. Ein einzelner Bürgermeister ist gegenüber den Metropolen und gegenüber den Regierungen machtlos. Über 2000 Bürgermeister aber sind eine ernst zu nehmende politische Größe.
Bei der Feierstunde auf dem Nockherberg in München hat der Gemeindetag gestern seine Macht demonstriert. Schuldenabbau, Finanzausgleich, Schule, Breitbandausbau, Digitalfunk – es wurde fast alles angesprochen, was den Bürgermeistern zwischen Oberstdorf im Allgäu und Fladungen in Unterfranken auf den Nägeln brennt. Dass der wortgewaltige Präsident Brandl mit einiger Wucht auftrat, hat beim Gemeindetag Tradition. Wer klein ist, muss laut sein, um gehört zu werden.
"Lesen Sie dazu „Standpauke“