Der frühere Ministerpräsident und Ex-CSU-Chef Edmund Stoiber will seinen 70. Geburtstag im September nicht auf Staatskosten feiern. Das betonten gestern sein Sprecher und auch die Staatskanzlei, nachdem zuvor die Münchner Abendzeitung über eine „Riesensause für den Ex-Ministerpräsidenten auf Kosten des Steuerzahlers“ spekuliert hatte.
Stoibers Sprecher nannte die Darstellung „frei erfunden“ und verwies auf einen Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer. Darin erklärt Stoiber, dass er eine Einladung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, zu seinem 70. Geburtstag ein großes Fest zu veranstalten, gerne annehme, auf eine weitere Veranstaltung des Freistaats aber verzichte.
Wörtlich schreibt Stoiber an Seehofer: „Das schont auch die Staatskasse, die mir – wie Du weißt – ein ganz besonderes Anliegen ist.“ Noch unklar ist, wo die Feier stattfinden wird. Möglicherweise soll das Prinzregententheater in München angemietet werden.
Einen Wunsch formuliert Stoiber allerdings an seine Partei: einen Diskussionsabend in der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung mit ihm und dem CDU-Politiker Heiner Geißler.