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10. Januar 2012 11:50 Uhr

Alpen

Zweithöchste Lawinen-Warnstufe in Bayern

Erhöhte Lawinengefahr wurde in weiten Teilen in Bayerns Alpen ausgerufen. Laut Warndienst sind auch vereinzelt große Lawinen möglich.

In den bayerischen Alpen herrscht Lawinengefahr.

Zwar ist ein Schneechaos wie in Österreich in Bayern bislang ausgeblieben, doch die Schneemassen bergen eine erhöhte Lawinengefahr. Der Lawinenwarndienst Bayern gab am Dienstag unterhalb von 1800 Metern die Gefahrenstufe Vier und damit die  zweithöchste Lawinen-Warnstufe heraus. Die Lawinenwarnung  gilt vom Allgäu bis ins  Werdenfelser Land sowie im Berchtesgadener Land. In Oberstdorf, Mittenwald, Lenggries, Schliersee und Reit im Winkl sind bereits einige Straßen und Winterwanderwege wegen akuter Lawinengefahr gesperrt.

Lawinen-Gefahr in Bayern

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) war für den Dienstag aufgrund  des Hochdruckeinflusses in Süddeutschland und im Alpenraum mit  einer Wetterberuhigung zu rechnen. Dabei sollte milde Luft nach  Bayern fließen. Der Lawinenwarndienst rechnete für Mittwoch noch  mit einer starken Lawinentätigkeit; ab Donnerstag sollte die Gefahr  von Lawinenabgängen deutlich zurückgehen.

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Große Lawinen möglich

In den höheren Lagen des bayerischen Alpenraumes fielen seit  Montag verbreitet 20 Zentimeter, örtlich sogar bis zu 40 Zentimeter  Neuschnee. Vor allem in tieferen Lagen wird der Schnee zunehmend  feucht, dass heißt, mit dem allgemeinen Temperaturanstieg kommt  Bewegung in die Schneedecke. Im Tagesverlauf sind laut Warndienst  Abgänge von kleinen bis mittleren, vereinzelt auch von großen  Lawinen möglich. Stellenweise könnten auch an Hängen gelegene  Straßen und Wanderwege betroffen sein.

Schneechaos in Österreich

Ein Schneechaos wie in den österreichischen Alpen blieb in  Deutschland bislang allerdings aus. Wegen der Lawinengefahr blieben  aber nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Dienstag  zwei Grenzübergänge nach Österreich gesperrt. Das betraf die  Bundesstraße B 2 bei Scharnitz und die Bundesstraße zwischen  Lenggries und Achenpass. afp/AZ

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