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Angriff auf Stratfor: Anonymous: Hacker veröffentlichen hunderttausende Kundendaten

Angriff auf Stratfor

Anonymous: Hacker veröffentlichen hunderttausende Kundendaten

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    Die Hackerorganisation Anonymous hat nach ihrem Cyber-Angriff auf Stratfor hunderttausende Kundendaten veröffentlicht und mit weiteren Angriffen in der Silvesternacht gedroht.
    Die Hackerorganisation Anonymous hat nach ihrem Cyber-Angriff auf Stratfor hunderttausende Kundendaten veröffentlicht und mit weiteren Angriffen in der Silvesternacht gedroht. Foto: dpa

    Die Hackerorganisation Anonymous hat nach ihrem Cyber-Angriff auf die US-Sicherheitsfirma Stratfor hunderttausende Kundendaten veröffentlicht. In einer Erklärung im Internet veröffentlichte die Gruppe am späten Donnerstagabend (Ortszeit) Links mit rund 75.000 Namen, E-Mail-Adressen, Kreditkartennummern und Passwörtern von Stratfor-Kunden.

    Zudem waren Benutzernamen und Passwörter von 860. 000 Menschen einsehbar, die sich auf der Internetseite des Unternehmens angemeldet hatten. Auch rund 50.000 E-Mail-Adressen von Vertretern der US-Regierung wurden veröffentlicht.

    Anonymous: Mehrere Angriffe in der Silvesternacht angekündigt

    Anonymous hatte in der Erklärung zudem angekündigt, zu Silvester "mehrere Ziele der US-Sicherheitsbehörden im ganzen Land" angreifen zu wollen, äußerte sich aber nicht zu konkreten Plänen. Bislang ist allerdings noch nichts über größere Angriffe bekannt. Die Gruppe rief zudem die internationale Hackergemeinde auf, die veröffentlichten Daten zu nutzen, um "verheerendes Chaos" in den E-Mail- und Kreditkarten-Systemen der "reichen und mächtigen Unterdrücker" anzurichten.

    Sensible Daten geknackt

    Stichwort: Hacker, Cracker, Hacktivisten

    Ursprünglich bezeichnete der Begriff "Hacker" einen Technik-Enthusiasten, der ein Gerät oder eine Software begreifen will und dabei neue, nicht selten ungewöhnliche Nutzungsmöglichkeiten erschließt.

    Im allgemeinen Sprachgebrauch werden darunter jedoch vor allem Kriminelle und Spione verstanden, die Sicherheitslücken ausnutzen, um in fremde Computer einzudringen, um diese lahmzulegen oder Informationen zu stehlen.

    In der Szene gibt es für die kriminellen Hacker einen eigenen Begriff: Cracker.

    Als Script-Kiddies bezeichnet man abfällig junge Hacker, die mit wenig eigenem Fachwissen Sicherheitslücken an fremden Systemen ausnutzen, um Schaden anzurichten - oder schlicht zu beweisen, wie gut sie sind.

    Eine weitere Untergattung des Hackers hat in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen gemacht: Der Hacktivist, der seine Fachkenntnisse einsetzt, um für politische Ziele zu kämpfen.

    Die lose organisierte Gruppe Anonymous legte beispielsweise die Websites von Firmen lahm, die das Whistleblowing-Portal Wikileaks boykottiert hatten.

    Der Chaos Computer Club (CCC) betont, zur guten Seite zu gehören.

    Der Verein hat sich selbst eine Hackerethik gegeben. Und mit ihrer Expertise treiben die Computerexperten die politische Debatten zu Themen wie Vorratsdatenspeicherung oder Überwachungssoftware voran.

    Anonymous hatte am vergangenen Wochenende mitgeteilt, sensible Daten von tausenden Stratfor-Kunden geknackt zu haben. Die Gruppe veröffentlichte am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter einen Link zu einer Liste von Stratfor-Kunden. Die US-Firma räumte einen Hackerangriff ein und bedauerte in einer in dem Netzwerk Facebook veröffentlichten Mitteilung den Vorfall.

    Anonymous war mit Online-Angriffen auf Gegner der Enthüllungsplattform Wikileaks bekannt geworden. Die Hacker hatten unter anderem Angriffe gegen das Kreditkartenunternehmen Visa und den Internet-Bezahldienstleister PayPal gestartet, die nach der Veröffentlichung von geheimen US-Diplomatendepeschen ihre Zahlungen an Wikileaks eingestellt hatten. (afp)

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