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27. Januar 2012 22:25 Uhr

Am Mittwoch

Beschließt Facebook den Börsengang?

Facebook könnte seinen Börsengang bekanntgeben. Laut «Wall Street Journal» könnte das soziale Netzwerk schon am kommenden Mittwoch die nötigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht einreichen.

Geht Facebook an die Börse? Ein Bericht des Wall Street Journal lässt dies zumindest in nahe Zukunft rücken. (Foto: Julian Stratenschulte) dpa

Facebook an die Börse? Das wäre der größte Börsengang seit Langem. Es wäre vielleicht einer der spektakulärsten Schritte eines Unternehmens seit vielen Jahren.

Bis zum wirklichen Gang an die Börse dürften jedoch noch einige Wochen oder gar Monate ins Land gehen. In letzter Zeit war noch immer stets der Sommer als Zeitpunkt amgesehen worden.

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Zuckerberg gründete das Soziale Netzwerk

Wie «Wall Street Journal» am heutigen Freitag schreibt, strebt Facebook (Gründer Zuckerberg) eine börsliche Bewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar an (das entspricht 57 bis 76 Milliarden Euro). Somit würde der Aufsteiger im Netz mehr auf die Waage bringen als die meisten der deutschen Dax-Konzerne: Siemens circa ist 67 Milliarden Euro schwer, VW kommt auf circa 60 Milliarden Euro, der Chemiegigant BASF sowie der Software-Entwickler SAP auf jeweils 56 Milliarden Euro.

Börsengang von Facebook wahrscheinlich

Die normalerweise gut informierte US-Zeitung berief sich bei ihren Infos auf eine wissende Person. Diese gab auch preis, dass wohl die US-Investmentbank Morgan Stanley den Börsengang federführend begleiten wird. Das wäre ein Coup für das Haus. Es warten millionenschwere Gebühreneinnahmen und viel Ansehen bei einem der größten Börsengänge, den es je gegeben hat. Auch der Rivale Goldman Sachs soll eine gewichtige Rolle übernehmen.

Geht Facebook an die Börse?

Schon seit längerem wird über einen Börsengang von Facebook spekuliert. In der jüngeren Vergangenheit hatten Internetfirmen wie das berufliche Netzwerk LinkedIn, das Schnäppchenportal Groupon und der Spieleentwickler Zynga («Farmville») den Sprung aufs Parkett gewagt. Das war vielfach als Testlauf für Facebook gesehen worden.

Nach älteren Informationen der Zeitung sollen im ersten Schritt Aktien für rund 10 Milliarden Dollar ausgegeben werden. Das wäre je nach Gesamtumfang des Börsengangs etwa ein Zehntel aller Anteile. Der Rest verbliebe bei den Alteignern, darunter Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Ihm gehört ein knappes Viertel an Facebook. Er ist damit schon heute mehrfacher Milliardär.

Facebook muss Geschäftszahlen offenlegen

Das soziale Netzwerk Facebook müsste nach US-Vorschriften vermutlich ohnehin ab April seine Geschäftszahlen offenlegen, da das Unternehmen im vergangenen Jahr mit ziemlicher Sicherheit die Marke von 500 Anteilseignern überschritten hat. Verzichtet Zuckerberg auf einen Börsengang, müsste er sich in die Bücher schauen lassen, ohne zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen. Deshalb wurde der Gang aufs Parkett in diesem Zeitraum erwartet.

Marc Zuckerberg wollte die Kontrolle über sein Unternehmen lange nicht aus der Hand geben und hatte deshalb einen Börsengang so lange wie möglich hinausgezögert. Mit inzwischen rund 800 Millionen Nutzern ist Facebook die unangefochtene Nummer eins unter den Online-Netzwerken. Trotz Kritik von Datenschützern und Politikern am Umgang mit Nutzerinformationen wächst das Netzwerk rasant.

Wieviel werden die Aktien kosten?

Wieviel die Facebook-Aktien, so der Konzern an die Börse geht, kosten werden, ist noch absolut unklar.

 AZ/dpa

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