Facebook an die Börse? Das wäre der größte Börsengang seit Langem. Es wäre vielleicht einer der spektakulärsten Schritte eines Unternehmens seit vielen Jahren.
Bis zum wirklichen Gang an die Börse dürften jedoch noch einige Wochen oder gar Monate ins Land gehen. In letzter Zeit war noch immer stets der Sommer als Zeitpunkt amgesehen worden.
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Zuckerberg gründete das Soziale Netzwerk
Wie «Wall Street Journal» am heutigen Freitag schreibt, strebt Facebook (Gründer Zuckerberg) eine börsliche Bewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar an (das entspricht 57 bis 76 Milliarden Euro). Somit würde der Aufsteiger im Netz mehr auf die Waage bringen als die meisten der deutschen Dax-Konzerne: Siemens circa ist 67 Milliarden Euro schwer, VW kommt auf circa 60 Milliarden Euro, der Chemiegigant BASF sowie der Software-Entwickler SAP auf jeweils 56 Milliarden Euro.
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Facebook ist ein soziales Netzwerk mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien.
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Das Projekt war im Jahr 2004 zum ersten Mal öffentlich zugänglich.
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Mitte 2011 konnte Facebook bereits fast 800 Millionen aktive Nutzer weltweit zählen.
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Der Gründer des Kontaktnetzwerkes ist Mark Zuckerberg.
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Die Mitbegründer heißen Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin.
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Im Jahr 2010 soll Facebook bereits zwei Milliarden Dollar eingenommen haben.
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Die Nutzung ist kostenlos. Einnahmen werden nur über das (personalisierte) Werbegeschäft erwirtschaftet.
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2011 bekam das Unternehmen zusammen mit Apple den Negativpreis Big Brother Award.
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Der Name von Mark Zuckerbergs Unternehmen orientiert sich an Büchern, die es an US-Unis teilweise gibt. Sie sollen eine Orientierung auf dem Campus erleichtern.
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Facebook und die Geschichte seines Gründers wurden auch schon verfilmt. Unter dem Titel "The Social Network" kam die Story am 24. September 2010 in die Kinos.
Börsengang von Facebook wahrscheinlich
Die normalerweise gut informierte US-Zeitung berief sich bei ihren Infos auf eine wissende Person. Diese gab auch preis, dass wohl die US-Investmentbank Morgan Stanley den Börsengang federführend begleiten wird. Das wäre ein Coup für das Haus. Es warten millionenschwere Gebühreneinnahmen und viel Ansehen bei einem der größten Börsengänge, den es je gegeben hat. Auch der Rivale Goldman Sachs soll eine gewichtige Rolle übernehmen.
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Facebook ist das größte soziale Netzwerk im Internet überhaupt. Rund 650 Millionen Menschen haben weltweit sich in den vergangenen Jahren unter www.facebook.com angemeldet.
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Gegründet wurde das Unternehmen im Februar 2004 vom amerikanischen Studenten Mark Zuckerberg. Ursprünglich sollte Facebook nur ein elektronisches Jahrbuch für seine mitstudenten an der Harvard Universität sein. Sehr schnell begann dann aber der weltweite Siegeszug des Netzwerks.
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Jeder registrierte Nutzer von Facebook hat eine persönliche Profilseite, auf der er Nachrichten, Texte, Links und Videos mit anderen teilen kann. Freunde und Bekannte bekommen diese Botschaften dann eingeblendet.
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Im Jahr 2007 schaltete Facebook sein Netzwerk auch für Fremdanbieter frei. Diese stellen kleine Anwendungen zur Verfügung, die Mitglieder des Netzwerks ebenfalls nutzen können. Besonders beliebt bei Facebook sind Spiele.
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Über den berühmten "Gefällt mir"-Knopf, den viele Internetseiten inzwischen eingebaut haben, können Facebook-Mitglieder direkt auf ihrer Profilseite einblenden, dass ihnen eine Seite, eine Anwendung oder eine Meinung gefällt. Die meisten Freunde hat derzeit Coca-Cola. Über 25 Millionen Facebook-Mitglieder sind "Fans der der Unternehmensseite.
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Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen, Organisationen und Künstler können sich bei Facebook registrieren und eine eigene Profilseite freischalten. Hunderttausende nutzen diese Möglichkeit auch schon um sich zu präsentieren.
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In die Kritik gerät Facebook immer wieder wegen seines recht laxen Umgangs mit den Daten seiner Nutzer. Im Jahr 2011 bekam Facebook den Negativpreis "Big Brother Award" verliehen.
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Datenschützer halten es für problematisch, dass Facebook Nutzerdaten für personalisierte Werbung nutzt, wenn man nicht ausdrücklich widerspricht. Dabei werden Unternehmen persönliche Daten wie Alter, Geschlecht, Wohnort, Hobbys und politische Überzeugungdes Nutzers zur Verfügung gestellt.
Geht Facebook an die Börse?
Schon seit längerem wird über einen Börsengang von Facebook spekuliert. In der jüngeren Vergangenheit hatten Internetfirmen wie das berufliche Netzwerk LinkedIn, das Schnäppchenportal Groupon und der Spieleentwickler Zynga («Farmville») den Sprung aufs Parkett gewagt. Das war vielfach als Testlauf für Facebook gesehen worden.

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11.01. Julian Assange sitzt fest: Nach einer Verhandlung wird klar, dass der Wikileaks-Gründer noch länger in Großbritannien auf eine Entscheidung über die Auslieferung nach Schweden warten muss, wo ihm sexuelle Nötigung vorgeworfen wird. Ende 2011 kämpft er immer noch.
Foto: Foto: Andy Rain/Archiv dpa

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04.04. Google-Mitgründer Larry Page übernimmt nach rund zehn Jahren wieder die Führung des Internet-Konzerns. Sein zentrales Projekt ist das eigene Online-Netzwerk Google+, ein Rivale für Facebook. Es startet im Sommer und hat zum Herbst über 40 Millionen Mitglieder.
Foto: dpa

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05.04. Konkurrenz für Google Street View: Microsoft kündigt seinen Online-Straßenatlas Bing Maps Streetside für Deutschland an. Nach einem Streit mit Datenschützern um einen Vorab-Widerspruch starten Ende Mai die Kamerafahrten.
Foto: dpa
Nach älteren Informationen der Zeitung sollen im ersten Schritt Aktien für rund 10 Milliarden Dollar ausgegeben werden. Das wäre je nach Gesamtumfang des Börsengangs etwa ein Zehntel aller Anteile. Der Rest verbliebe bei den Alteignern, darunter Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Ihm gehört ein knappes Viertel an Facebook. Er ist damit schon heute mehrfacher Milliardär.
Facebook muss Geschäftszahlen offenlegen
Das soziale Netzwerk Facebook müsste nach US-Vorschriften vermutlich ohnehin ab April seine Geschäftszahlen offenlegen, da das Unternehmen im vergangenen Jahr mit ziemlicher Sicherheit die Marke von 500 Anteilseignern überschritten hat. Verzichtet Zuckerberg auf einen Börsengang, müsste er sich in die Bücher schauen lassen, ohne zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen. Deshalb wurde der Gang aufs Parkett in diesem Zeitraum erwartet.
Marc Zuckerberg wollte die Kontrolle über sein Unternehmen lange nicht aus der Hand geben und hatte deshalb einen Börsengang so lange wie möglich hinausgezögert. Mit inzwischen rund 800 Millionen Nutzern ist Facebook die unangefochtene Nummer eins unter den Online-Netzwerken. Trotz Kritik von Datenschützern und Politikern am Umgang mit Nutzerinformationen wächst das Netzwerk rasant.
Wieviel werden die Aktien kosten?
Wieviel die Facebook-Aktien, so der Konzern an die Börse geht, kosten werden, ist noch absolut unklar.
AZ/dpa
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