18 Prozent der Online-Nutzer haben weder Virenschutz noch Firewall auf ihrem Privatrechner installiert. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. „Die Gefahren für Internet-Surfer sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, doch leider verhält sich ein Teil der Onliner fahrlässig und gefährdet damit sich und andere“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.
So hat gut jeder vierte Surfer (28 Prozent) keinen Virenschutz und fast jeder Dritte (30 Prozent) keine Firewall. Eine Firewall kontrolliert den Datenverkehr eines Rechners mit der Außenwelt auf Sicherheitsprobleme. Ist der Computer mit einem Spionageprogramm infiziert, könnten Dritte den Rechnern anderenfalls ausspähen oder sogar fernsteuern.
Laut der Umfrage nutzt jeder fünfte Surfer (20 Prozent) ein kostenpflichtiges Virenschutzprogramm, fast jeder zweite (48 Prozent) einen kostenlosen Schutz gegen Viren. Bei gut jedem Dritten (36 Prozent) sind Virenschutz und Firewall im Betriebssystem integriert. Insbesondere bei neuen Betriebssystemen werden Virenschutz und Firewall den Käufern kostenlos mit angeboten. Mehr als jeder Vierte (29 Prozent) nutzt ein Sicherheitspaket seines Internet-Dienstleisters.
Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Derzeit verschlüsselt nur jeder achte Privatanwender (12 Prozent) seine Daten. Immerhin jeder sechste User (18 Prozent) nutzt einen Passwort-Safe, um seine Passworte sicher und zentral zu verwalten. Spezielle Dienste für anonymes Surfen nehmen 8 Prozent der User in Anspruch.
Befragt wurden insgesamt über 1300 Personen Menschen in Deutschland, darunter 1000 Internetnutzer. AZ