Googles Internetbrowser Chrome gewinnt immer mehr Nutzer. Im November habe Chrome erstmals den Mozilla Firefox überholt, berichtete der Marktforscher StatCounter am Donnerstag. Demnach kam Chrome auf einen weltweiten Marktanteil von 25,69 Prozent, während Firefox bei 25,23 Prozent lag.
Der Internet Explorer von Microsoft ist demnach zwar weiterhin die Nummer eins mit 40,63 Prozent. Doch der Abstand zu Googles Chrome schrumpft. Vor zwei Jahren hatte Chrome gerade einmal einen Marktanteil von 4,66 Prozent. Weitere Browser sind Apples Safari und das schwedische Opera.
Google und Microsoft konkurrieren auf vielen Feldern
"Uns dürfte ein fesselnder Kampf zwischen Microsoft und Google bevorstehen", sagte StatCounter-Chef Aodhan Cullen. Die beiden Firmen konkurrieren auf einer ganzen Reihe von Feldern: bei der Internetsuche (Google gegen Bing), bei Smartphone-Betriebssystemen (Android gegen Windows Phone) oder bei Bürosoftware (Google Docs gegen Microsoft Office).
Vor allem in den USA hat Microsofts Internet Explorer viele Freunde, während die Europäer stark die Alternativen nutzen. Die Programme können kostenlos aus dem Internet geladen werden.
So schützen Sie sich gegen Bedrohungen im Internet
Trojaner, DoS-Attacken, Identitätsdiebstahl: Internetnutzer sind einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt - wenn sie sich nicht schützen. So einfach geht's:
Halten Sie Ihr Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand. Denn die Hersteller von Windows & Co. stopfen regelmäßig bekannt gewordene Sicherheitslücken. Bei einem Windows-Rechner empfiehlt es sich, die automatische Update-Funktion zu aktivieren.
Egal ob Internet Explorer, Google Chrome oder Mozilla Firefox: Auch Ihr Internetbrowser sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Veraltet und unsicher ermöglicht er nämlich Schädlingen das Eindringen in Ihren Computer. Auch Browser bringen in der Regel eine automatische Update-Funktion mit. Nutzen Sie sie.
Achten Sie darauf, dass auch die kleinen Zusatzprogramme - Add ons oder Plugins genannt - für Ihren Browser stets aktuell sind. Denn auch diese können ein Einfallstor für schädliche Programme und Spione sein.
Virenschutz-Programme sind ein absolutes Muss im Internet. Aber Vorsicht: Sie können nur dann schützen, wenn sie regelmäßig aktualisiert werden. Ein veraltetes Schutzprogramm ist sinnlos.
Eine Firewall kann eine sinnvolle Unterstützung für ein Virenschutz-Programm sein. Viele Hersteller bieten beide Programme in Kombination - in einer sogenannten Suite - an.
"Googeln" Sie regelmäßig Ihren eigenen Namen - geben Sie ihn also unter www.google.de ein und überprüfen Sie die Ergebnisse. Nur so haben Sie die Kontrolle darüber, was über Sie - oder womöglich in Ihrem Namen - im Internet geschrieben und verbreitet wird.
Geben Sie im Internet niemals persönliche Daten heraus, wenn Sie nicht unbedingt müssen. Seien Sie vor allem dann vorsichtig, wenn Sie sich für einen angeblich kostenlosen Dienst mit Name und Adresse anmelden sollen. Daher kann eine Kostenfalle stecken - oder ein Adresshändler.
Der beste Schutz gegen Gefahren im Internet ist ohnehin der gesunde Menschenverstand. Glauben Sie nicht alles, was im Internet oder in Mails behauptet wird. Und klicken Sie nicht jeden Knopf, der Ihnen angeboten wird.
In Deutschland ist der Firefox des freien Mozilla-Projekts die Nummer eins mit einem Anteil von zuletzt 52,26 Prozent, der Internet Explorer kommt laut StatCounter auf 25,16 Prozent und Google Chrome auf 12,95 Prozent. Für die Auswertung hat StatCounter den Besucher-Verkehr von über drei Millionen Websites weltweit ausgewertet. dpa/AZ