Startseite
Icon Pfeil nach unten
Geld & Leben
Icon Pfeil nach unten

Google - ein Konto für alle Dienste

Geld & Leben

Google - ein Konto für alle Dienste

  • |
  • |
  • |
    Im Wettstreit der Internet-Giganten ordnet Google seine Ressourcen neu dpa
    Im Wettstreit der Internet-Giganten ordnet Google seine Ressourcen neu dpa

    Im Wettstreit der Internet-Giganten ordnet Google seine Ressourcen neu: Ist man angemeldet, werden Informationen quer über alle Dienste des Internet-Konzerns ausgewertet. Google erklärte, dass dies den Nutzern Vorteile in Form von relevanteren Suchergebnissen und Werbeanzeigen bringen würde. Ab Anfang März sollen für die Änderungen die Datenschutzbestimmungen vereinfacht und zusammengeführt werden. Statt heute 70 einzelner Dokumenten für verschiedene Dienste soll es nur noch eins geben. Die Daten würden aber nach wie vor nicht nach außen verkauft, versichert Google.

    Wenn ein Nutzer bei einem Google-Dienst angemeldet ist, "können wir Informationen, die Sie bei einem Dienst gemacht haben, mit Informationen aus anderen Diensten kombinieren", sagte Googles Datenschutz-Chefin Alma Whitten in einem Blogeintrag. Über alle Google-Dienste hinweg werde man als ein Nutzer behandelt. Das solle für ein "einfacheres, intuitiveres Google-Erlebnis" sorgen. Der Nutzer kann dies nur umgehen, wenn er nicht bei Google angemeldet ist.

    Google - ein Konto für alle Dienste

    Seine Neuerungen vermarktet der Konzern als Gewinn für die Kunden. "Wir können die Suche besser machen - indem wir verstehen, was Sie wirklich meinen, wenn sie Apple, Jaguar oder Pink eintippen", argumentierte Whitten. "Wir können Sie darauf hinweisen, dass Sie spät dran sind für ein Treffen, ausgehend von Ihrem Aufenthaltsort, Ihrem Kalender und einer Vorstellung von dem aktuellen Verkehr." Die Idee sei, die eigenen Informationen sinnvoller einzusetzen.

    Soziale Netzwerke - ein Überblick

    Unter den bekanntesten sozialen Netzwerken ist Facebook das mit Abstand populärste.

    Hier ein Überblick über Netzwerke und User-Zahlen:

    Facebook ging Anfang 2004 online – ausschließlich für Harvard-Studenten. Mittlerweile eint es eigenen Angaben zufolge über eine Milliarde aktive Mitglieder.

    Google + startete im Sommer 2011 und gilt als größter Facebook-Konkurrent. Das Netzwerk hat über 500 Millionen Mitglieder.

    Myspace war bis 2006 das populärste Netzwerk, wurde vor allem von Musikern und Bands, aber auch Privatleuten genutzt.

    StudiVZ hatte sich nach der Gründung 2005 stetig erweitert - um die Portale SchuelerVZ und MeinVZ. Mit dem Siegeszug von Facebook gingen die VZ-Netzwerke in den Sinkflug.

    Xing wird von etwa 10 Millionen Mitgliedern vor allem für berufliche Kontakte genutzt.

    Wer-kennt-wen, ein deutsches Portal, hatte laut eigenen Angaben bis zu 9 Millionen Nutzer. Doch dann grub Facebook auch diesem Netzwerke das Wasser ab.

    Tumblr ist eine Plattform für Micro-Blogging. Das 2007 in den USA gegründete Netzwerk hat mittlerweile weit über 40 Millionen Blogs.

    Google wird mit den Änderungen Werbung besser auf einzelne Nutzer zuschneiden können. Denn die Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche sind nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle des Konzerns. Facebook, das weltgrößte Online-Netzwerk, ist mit seinen mehr als 800 Millionen Mitgliedern ebenfalls zu einer Milliarden-Kraft im Online-Werbegeschäft geworden - und kann auf eine Vielfalt von Informationen über seine Nutzer zurückgreifen.

    Konkurrenz will Google-Suche umgehen

    Die Vision von Google als Helfer im Alltag ist nicht neu. Der Verwaltungsratsvorsitzende Eric Schmidt umriss schon vor mehr als einem Jahr ähnliche Szenarien. Jetzt scheinen die Pläne jedoch konkret zu werden, möglicherweise unter dem Druck von Konkurrenten. Apple vermarktet mit seinem iPhone 4S den "persönlichen Assistenten" Siri, mit dem man sich unterhalten kann. Dabei kann man auch die klassische Google-Suche einfach umgehen.

    Soziale Netzwerke im Internet

    Soziale Netzwerke sind mittlerweile aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie bieten ihren Mitgliedern unter anderem die Möglichkeit, persönliche Profile zu erstellen (mit Fotos, Videoclips, etc.), private Netzwerke zu schaffen und Informationen auszutauschen.

    Facebook: Facebook ist mit über 750 Millionen Mitgliedern im Moment das größte Online-Netzwerk der Welt. Im Februar 2004 gründete der Harvard-Student Mark Zuckerberg zusammen mit drei anderen Pionieren das Portal zunächst als uni-internes Netzwerk. Mittlerweile hat sich daraus eine weltumspannende Community entwickelt.

    Twitter: Seit März 2006 haben Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen und Medien die Möglichkeit, kurze Textnachrichten (maximal 140 Zeichen) zu veröffentlichen ("twittern"). Die Leser können zu einem bestimmtes Thema in Echtzeit auf dem Laufenden gehalten werden und einzelne Beiträge kommentieren.

    Google plus ist die Antwort von Google auf den Erfolg von Facebook. Im Frühsommer 2011 gestartet, schoss die Mitgliederzahl bereits in der Testphase binnen zwei Wochen auf über 20 Millionen. Gelobt wurden vor allem die Datenschutzeinstellungen, die bei Google plus besser als bei Facebook seien. Seit Ende September ist Google plus für jedermann offen.

    XING: Die deutsche Kontakt-Plattform XING wurde 2003 unter dem Namen OpenBC ins Leben gerufen. Jeder registrierte Benutzer kann dort sein eigenes Profil erstellen und vorrangig geschäftliche, aber auch private Kontakte knüpfen und verwalten.

    Myspace: Die Community gibt es seit Juli 2003. Das Portal bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, Benutzerprofile zu erstellen, verschiedenen Gruppen beizutreten und Blogs anzulegen. Einige Jahre konnte Myspace sich als populärstes Soziales Netzwerk behaupten, bis ihm schließlich 2008 Facebook den Rang ablief.

    studiVZ/schülerVZ/meinVZ: StudiVz (Studiverzeichnis) wurde im November 2005 gegründet und inhaltlich sowie optisch an die englischsprachige Version von Facebook angelehnt. Anfangs war das Portal sehr beliebt, kann inzwischen aber nicht mehr mit Facebook konkurrieren.

    LinkedIn: Ähnlich wie XING ist auch LinkedIn dafür vorgesehen, Geschäftskontakte zu knüpfen und zu pflegen. Die Plattform wurde 2003 in Kalifornien gegründet und zählt inzwischen mehr als 100 Millionen Mitglieder. Damit ist LinkedIn das international erfolgreichste Netzwerk dieser Art.

    wer-kennt-wen: Die wer-kennt-wen-Betreiber (mittlerweile RTL interactive) möchten alle erreichen, die ein Mindestalter von 14 Jahren erreicht haben. Die Plattform wurde 2006 ins Leben gerufen und konnte sich bislang vor allem in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland etablieren. In einigen anderen deutschen Bundesländern sowie in Österreich und der Schweiz verzeichnet das Netzwerk steigende Mitgliederzahlen.

    Mit "sozialer Suche", die besser auf die einzelnen Nutzer zugeschnitten sein soll, experimentieren Facebook und Microsoft. Google konterte bereits mit einer personifizierten Version seiner mit Abstand führenden Suchmaschine - erntete jedoch Kritik, weil einige Experten und Konkurrenten den hauseigenen Facebook-Rivalen Google+ bevorzugt sehen. Die Software-Entwickler von Facebook, Twitter und MySpace bastelten zuletzt eine Browser-Erweiterung, die das neue Google-Suchprinzip abklemmt. dpa

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden