Mit Universal Music, EMI und Sony Music hat Google demnach bisher drei der vier großen Musik-Konzerne an Bord, die Gespräche mit Warner Music liefen noch. Google kommentierte die Berichte am Mittwoch nicht.
Mit einem eigenen Musik-Shop würde Google die Konkurrenz zu Apple weiter vertiefen. Der iPhone-Anbieter ist mit seinem 2003 gestarteten iTunes Store der weltgrößte Musikverkäufer und will sich diese Position auch nicht nehmen lassen. Am Montag startete Apple - zunächst nur für die USA - den Cloud-Dienst iTunes Match, mit dem man seine Musik im Netz lagern und von dort abrufen kann.
Auch Google und der Online-Einzelhändler Amazon bieten Nutzern einen Online-Speicher für ihre Musik an - bei Apple muss man seine Musik in den meisten Fällen aber nicht erst langwierig hochladen. Die Match-Software greift einfach auf die Millionen Titel im iTunes-Angebot zu. Dafür handelte Apple erweiterte Lizenzen mit der Musikindustrie aus.
Die Songs werden bei Google ähnlich wie bei anderen Online-Shops zwischen 99 Cent und 1,29 Dollar kosten, wie Bloomberg berichtete. Zusätzlich sollen Freunde der Nutzer aus Googles Online-Netzwerk Google+ die Songs einige Male kostenlos hören können, schrieb das "Wall Street Journal". Ein eigener Musikshop würde es Google auch erlauben, den Musik-Kauf auf Smartphones mit seinem Betriebssystem Android zu vereinfachen. Zugleich gibt es für die Download-Shops immer mehr Konkurrenz durch neue Streaming-Dienste, bei denen die Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird. (dpa)