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Test: Schon wieder ein iPad-Jäger

Test

Schon wieder ein iPad-Jäger

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    Das Motorla Xoom ist etwas größer und schwerer als das iPad 2.
    Das Motorla Xoom ist etwas größer und schwerer als das iPad 2.

    Wer sich einen schicken Tablet PC anschaffen will, ist nicht allein auf das iPad 2 angewiesen. Zwar fliegem dem Bestseller von Apple nach wie vor die Sympathien zu. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Die Zahl der am Markt verfügbaren digitalen Schiefertafeln ist inzwischen dreistellig - mit ernst zu nehmenden Vertretern von Herstellern wie Samsung, HTC, Dell oder Blackberry.

    Das derzeit vielleicht wettbewerbsfähigste Angebot kommt aus dem Hause Motorola und läuft mit dem Google-Betriebssystem Android in der speziell für das Tablet aufgebohrten Version Honeycomb 3.0. Außer dem rückwärtigen Ein/Aus-Schalter verfügt das Xoom über keinerlei Bedienelemente mehr. Die komplette Steuerung erfolgt über den sehr gut beherrschbaren Berührbildschirm.

    Das Display fällt mit 10,1 Zoll etwas größer aus als das des iPad. Dank der vollen Flash-Unterstützung können Xoom-Besitzer auch solche Inhalte (insbesondere Videos) abrufen, die das Apple-System nicht darstellen kann. Insgesamt verdient das Display mit einer Auflösung 1280 mal 800 Pixeln Bestnoten - von gelegentlichen Spiegel-Effekten einmal abgesehen. Nicht nur im Konsumieren von (bewegten) Bildern ist das Xoom Spitze. Mit der 5-Megapixel-Hauptkamera lassen sich passable Fotos schießen und Videos drehen.

    Die Synchronisation mit einem vorhandenen Google-Konto funktioniert perfekt; ebenso profitiert man von vorinstallierten Google-Anwendungen wie dem Kartendienst Maps. Schwerer tut sich dagegen, wer zum Beispiel ein Email-Konto eines anderen Anbieters einbinden will. Die Synchronisation mit einem Web.de-Account war im Test immer wieder von Fehlermeldungen begleitet, deren Ursache sich letztlich nicht finden ließ.

    Andererseits gibt es mit dem Xoom auch ein Leben jenseits der Android-Welt. Das ist gut so, denn der Market Place erweist sich bei tieferem Suchen immer noch als recht schlecht sortiert. Viele Apps wurden zudem für Smartphones geschaffen und verhalten sich auf dem Tablet (noch) nicht ideal. Besser: Gleich den Browser hernehmen. Das Surfen funtioniert über Chrome so schnell und bequem, dass man sich schon fast wie mit einem Notebook im Internet bewegen kann. Der 1-GHz-Dual-Core-Prozessor gibt richtig Gas. Und irgend ein Netz findet das Xoom dank WLAN und 3G praktisch immer.

    Was sagt das Datenblatt? Die Batterielaufzeit wird mit rund zehn Stunden, die Stand-by-Dauer mit zwei Wochen angegeben. In den physikalischen Eigenschaften könnte man das iPad vorne sehen. Denn das Motorola-Gerät ist nicht nur etwas größer als die Apple-Flunder; es wiegt mit 730 Gramm zudem gut 100 Gramm mehr als das iPad. Und der Preis ist mit 699 Euro (ohne Vertrag) recht hoch. Bei der Telekom kostet das Gerät im Tarif Complete Mobile XL269,95 Euro. 

    Fazit: Wer nicht grundsätzlich etwas gegen Apple hat, ist mit dem Platzhirsch iPad 2 besser bedient als mit dem Angreifer Motorola Xoom.

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