Gundremmingen Die Genehmigungen stehen zwar noch aus, dennoch bereitet sich das Kernkraftwerk Gundremmingen bereits auf den Bau der Mauer um das Zwischenlager vor – die Arbeiten für die Errichtung einer Baustraße haben begonnen. Wie berichtet, soll zum Schutz vor Terrorangriffen eine 210 Meter lange, zehn Meter hohe und 85 Zentimeter dicke Wand gebaut werden. Dies teilt das Kernkraftwerk Gundremmingen mit. Sprecher Tobias Schmidt betont im Gespräch mit unserer Zeitung, dass es sich aber noch nicht um den Baubeginn für die zusätzliche Wand handle. „Derzeit laufen vorbereitende Arbeiten für das Anlegen einer Baustraße, um die Natur während der anstehenden Vegetationsperiode möglichst nicht zu stören“, erläutert Schmidt. Zunächst soll ein Schotterweg angelegt werden, danach könne die Straße auch asphaltiert werden. Die Arbeiten werden circa eine Woche lang dauern.
Der Bau der Schutzwand könne hingegen erst beginnen, wenn auch die notwendigen Genehmigungen dafür vorliegen. Aus atomrechtlicher Sicht wird der Antrag von Bundesamt für Strahlenschutz geprüft. Das Prüfverfahren dauert nach Angaben einer Behördensprecherin weiterhin an. Für die baurechtliche Genehmigung ist nach dem Gemeinderat nun das Landratsamt Günzburg zuständig. Diese Genehmigung wird aber erst erteilt, wenn auch die atomrechtliche Prüfung abgeschlossen ist. Wie lange diese Verfahren noch dauern, steht noch nicht fest. „Wann die eigentlichen Bauarbeiten für die Wand beginnen, hängt davon ab, wann die Genehmigungen erteilt werden“, sagt Schmidt.