Von Yvonne Salvamoser
Dillingen Nehmen Sie einmal einen Kochlöffel in die linke Hand. Fühlt sich komisch an? Gut so! „Alles, was ein bisschen rausfällt aus den gewohnten Mustern, ist gut“, erklärt Gesundheitscoach Doris von Mengden im Gespräch über Rückenleiden. Was diese kleine Übung, die auch die Reaktionsfähigkeit fördert, mit Rückenproblemen zu tun hat? Sie zeigt im Kern, wie man diesen vorbeugt, nämlich mit möglichst vielfältiger Bewegung.
Fragt man Iris Mayer, die im Sportparadies Dillingen Rückenkurse leitet, nach der Ursache vieler Rückenleiden, zögert sie nicht lange mit der Antwort: „Oft ist es einseitige Belastung, und der Ausgleich fehlt.“ Mehr Bewegung in den Alltag bringen, lautet deswegen ein Satz, den sie oft in den Mund nimmt.
Für diejenigen, die den ganzen Tag an ihrem Schreibtisch im Büro sitzen, hat Doris von Mengden simple Tricks, die Abwechslung vom steten Sitzen schaffen: „Bewusst Dinge, zum Beispiel Aktenordner, nicht griffbereit an den Arbeitsplatz stellen.“ Wer sie etwa in einem der oberen Regalfächer eines Schranks verstaut, muss sich jedes Mal ein bisschen strecken, um sie herauszuholen. Beim Telefonieren aufstehen, Blumen gießen, Tee kochen …
Klingt ziemlich leicht umzusetzen – aber auch eben mal schnell über den Haufen zu werfen. Manche, berichtet Doris von Mengden, schaffen sich fixe Anknüpfungspunkte, an denen sie bewusst kleine Übungen machen. Manche hören zum Beispiel Radio und dehnen und strecken sich immer bei den Nachrichten zur vollen Stunde. Andere verknüpfen den Weg zur Toilette mit Lockerungsübungen. Wieder andere holen sich Verbündete mit ins Boot, so dass sich gegenseitig motivieren können.
Letzteres gilt auch für Sport. Wer sich einer Gruppe anschließt oder regelmäßig mit einem Partner trainiert, wird von diesen mitgezogen, wenn er einen Durchhänger hat.
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