Einer Hexe sollte man nicht den Besen klauen. Genau das aber hatte einer der rund 3000 Besucher beim 16. Narrensprung gestern Nachmittag in Lauingen gewagt



Einer Hexe sollte man nicht den Besen klauen. Genau das aber hatte einer der rund 3000 Besucher beim 16. Narrensprung gestern Nachmittag in Lauingen gewagt: Die Laudonia-Hexe in grünem Gewand und mit der wild verzerrten Maske jagte den jungen Mann zur Belustigung der Zuschauer durch die Herzog-Georg-Straße nach, um ihm ihren Besen bei einem scherzhaften Kampf wieder abzunehmen.
Nicht nur mit dieser wohl ungeplanten Einlage sorgten die übrigen Hästräger von rund 40 Zünften, die aus ganz Süddeutschland zum Jubiläumssprung der Lauinger Hexen gekommen waren, für ausgelassene Stimmung. Gruselige Bärentreiber in dunklem Pelz und grimmiger Maske erschreckten die Besucher am Straßenrand, schaurige Hexen schwangen ihre Besen um deren Beine, streuten Heu und Konfetti über deren Köpfe, zupfen an deren Ohren oder verwuschelten die Frisuren der Damen. Immer wieder blicken die Narren durch die Augenlöcher ihrer aufwendig geschnitzten und bemalten Holzmasken, die mal ein altes, verhutzeltes Frauengesicht, mal einen Steinbockkopf, mal eine Teufelsfratze darstellen, den verdutzten Besuchern ins Gesicht.
So manch kleiner Hästräger versuchte, den staunenden Zuschauern in der Albertus-Magnus-Stadt die Schnürsenkel zu klauen. Aber nicht nur Schabernack hatten die Narren im Sinn: Allen voran für die Kinder unter den Zuschauern hatten sie Bonbons und Lollis mitgebracht.
Impressionen vom Jubiläums-Narrensprung sehen Sie in einer Bildergalerie.
Mehr dazu lesen Sie in der Montag-Ausgabe Ihrer Donau-Zeitung.
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