Bissingen Einen äußerst ungewöhnlichen Fund machte gestern Mittag Jürgen Wahl. Der Bissinger Schlossbesitzer hatte im Garten des Anwesens sieben Stabbrandbomben entdeckt. „Das hatte ich auch noch nie“, sagte er dazu auf Anfrage der DZ. Eigentlich wollte Jürgen Wahl eine mögliche Treppe vor einem Turm, der früher als Gefängnis diente, ausgraben. „Aber wir haben jetzt natürlich aufgehört“, so Wahl. Zuerst habe er beim Anblick der Bomben gedacht, dass es sich um abgebrochene Rohre handelte. Auf dem Privatgrundstück fanden gerade Kanalarbeiten statt. In diesem Zuge sollte die Treppe freigelegt werden.
Zu keinem Zeitpunkt Gefahr einer Explosion
Laut Polizei waren es aber sieben Stabbrandbomben aus dem 2. Weltkrieg, die dort höchstwahrscheinlich seit Jahrzehnten im Boden lagen. Sprengstoffexperten aus München haben die alten Waffen gestern Nachmittag fachgerecht verpackt und abgeholt. Sie werden durch das Expertenteam nun fachgerecht entsorgt. Für die Allgemeinheit habe nach Aussage der Polizei zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung durch einer Explosion bestanden. „Sie hätten höchstens abbrennen können und dazu hätte es starker Hitze bedurft“, so ein Polizeisprecher gestern gegenüber der DZ.