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12. Oktober 2010 18:55 Uhr

Christbaum soll weiter den Marktplatz zieren

Höchstädt Wie schon im vergangenen Jahr soll auch heuer ein großer beleuchteter Christbaum den Höchstädter Marktplatz in der Weihnachtszeit zieren. Das war am Montagabend die einstimmige Meinung des Höchstädter Stadtrates. Vorausgegangen war ein Auftrag an ein Ingenieurbüro, das verschiedene Vorschläge für ein neues Beleuchtungskonzept in der Innenstadt vorlegte. Das hat der Stadtrat 2009 so beschlossen und gewollt.

Zwei Varianten wurden bei der Sitzung vorgeschlagen. Der erste Vorschlag war ein sogenannter Lichtervorhang, der zwischen 1,50 bis 7 Meter Höhe in den Straßen angebracht werden kann. Bei dieser Variante wäre der Christbaum weiterhin Mittelpunkt der Beleuchtung. Pro Quadratmeter Lichtervorhang wären 31 Euro fällig.

Der zweite Vorschlag sieht ein Lichterdach vor, das an vier Pfosten um den Baum mit Stahlseilen angebracht werden kann. 375 laufende Meter würden bei einer Behanghöhe von 1,50 Metern 30 000 Euro kosten. Für Bürgermeisterin Hildegard Wanner waren am Montagabend beide Vorschläge "eine Nummer zu groß". Sie sagte: "Wir waren überrascht, was für Kosten da auf uns zukommen würden. Das können wir uns auf gar keinen Fall leisten." Dem stimmte Stadträtin Rita Oberfrank zu: "Der Christbaum war letztes Jahr so schön und reicht doch auch völlig aus. Der wirkt ganz alleine."

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"Ein wenig mager"

Auch Günther Ballis sagte, dass der Baum sehr dominant sei, und befürwortete die erneute Anbringung am Marktplatz. Dem stimmte Bernhard Uhl ebenfalls zu: "Es ist auf jeden Fall gut, sich mit der Weihnachtsbeleuchtung zu beschäftigen. Auch wenn diese zwei Vorschläge nicht optimal sind, sollten wir das Thema nicht gleich ganz auf die Seite schieben."

Als "ein wenig mager" bezeichnete dagegen Stadtrat Hans Mensch den Christbaum. "Er ist zwar wunderschön, aber eine zusätzliche Dekoration wäre bestimmt auch toll." Aber auch für ihn waren die zwei Vorschläge des Büros "finanziell jenseits von Gut und Böse." Er, wie auch Bürgermeisterin Wanner, würden eine Zusammenarbeit mit der Höchstädter Wirtschaftsvereinigung favorisieren, die schon in den vergangenen Jahren mit den anliegenden Geschäften für zusätzliche Beleuchtungen gesorgt hat.

Wirtschaftsvereinigung verärgert

Doch dieses Jahr werde das laut Stadtrat und WV-Mitglied Reinhard Kunzmann nicht funktionieren. "Die Wirtschaftsvereinigung ist sich einig, dass wir heuer die Weihnachtsbeleuchtung nicht aufbauen." Er ärgerte sich, dass die Stadt ihn und seine Kollegen bei der Planung mit dem Büro nicht mit einbezogen habe. Trotzdem will Bürgermeisterin Wanner nochmals auf die Wirtschaftsvereinigung zugehen und eine Einigung finden.

Kunzmann verkündete in der Sitzung noch eine weitere Neuigkeit: "Es ist angedacht, wenn der Marktplatz ganz fertig ist, den Christkindlesmarkt dorthin zu verlegen." Dies sei aber nur möglich, wenn der neue Parkplatz in der Kirchgasse mit einbezogen werde. "Momentan haben die über 40 Hütten keinen Platz auf dem Marktplatz."

Bislang war der Höchstädter Christkindlesmarkt im Schlosshof aufgebaut. "Für die Besucher bieten sich künftig auf dem Marktplatz wahrscheinlich mehr Möglichkeiten als im Schloss", sagte Kunzmann. Sein Vorschlag stieß auf großes Interesse und breite Zustimmung.

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