Eher skeptisch
Diese neuen Nutzungsmöglichkeiten stoßen allerdings nicht überall sofort auf Begeisterung: Petra Kerle von der Gemeindeverwaltung Syrgenstein berichtet etwa, dass vor allem die ältere Generation der sogenannten PIN-Funktion bis jetzt noch eher skeptisch gegenüberstehe. Auch insgesamt seien in der Gemeinde Syrgenstein erst wenige der neuen Personalausweise beantragt worden, darunter lediglich ein bis zwei Ausweise, die eine Online-Nutzung möglich machen. Zudem laufe die Rücklieferung der beantragten Papiere über die Bundesdruckerei eher schleppend. Ähnlich ist die Situation in der Stadtverwaltung Gundelfingen: Irene Koch sagt, dass der neue Personalausweis insgesamt gut ankomme. Die PIN-Funktion werde aber selten genutzt. Gründe hierfür seien beispielsweise, dass noch längst nicht alle Online-Dienstleister diesen Service anböten und für die Nutzung der Erwerb eines Lesegerätes nötig sei, so die Verwaltungsangestellte Irene Koch.
Jochen Vatter, Sachgebietsleiter des Bürgerbüros Lauingen, bescheinigt der PIN-Funktion hingegen eine durchweg positive Resonanz und in der Stadt Höchstädt wird die Online-Funktion laut Sprecher Achim Oelkuch bei rund 50 Prozent der beantragten Ausweise aktiviert. Die jüngere Generation stünde dieser allerdings etwas offener gegenüber.
Update soll Abhilfe schaffen
Ein weiterer Aspekt, den Oelkuch anspricht, ist die Technik, die für die Freischaltung der Ausweise benötigt wird. Diese habe anfangs durch eine noch nicht ganz ausgereifte Software Probleme bereitet. Ein Update soll nun Abhilfe leisten. Auch die Gemeinde Holzheim sah sich anfangs mit technischen Schwierigkeiten konfrontiert, mittlerweile seien diese aber größtenteils behoben. Die Gemeinden Gundelfingen und Syrgenstein hatten hingegen mit keinerlei Startschwierigkeiten bezüglich der Software zu kämpfen. Insgesamt stehe aus technischer Sicht einer Umrüstung auf den neuen Personalausweis also nichts mehr im Wege.